Der Sattel: das zweitwichtigste Teil an meinem Velo
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Der Sattel: das zweitwichtigste Teil an meinem Velo

Patrick Bardelli
Patrick Bardelli
Zürich, am 20.05.2021
Das wichtigste Teil am Velo? Die Pedale – die direkte Verbindung zwischen Mensch und Maschine. Gleich danach kommt der Sattel.

Natürlich, der Rahmen: auch ganz wichtig. Oder die Bremsen. Ebenso die Gabel, der Vorbau und der Lenker. Das wichtigste Teil an meinem Bike sind jedoch die Pedale. Über diese bin ich direkt mit der Maschine verbunden, unterdessen über Magnete. Gleich danach kommt in seiner Bedeutung der Sattel.

Googelt man zum Thema Velosattel, finden sich Sätze wie: «Der Fahrradsattel ist der Teil des Fahrrades, der dem Fahrer Halt gibt und ihm beim Radfahren das Sitzen in verschiedenen Positionen ermöglicht. Die Form hängt vom Verwendungszweck des Fahrrades sowie von körperlichen Merkmalen des Fahrers ab».

Approach: der Allroundsattel von Giant.
Approach: der Allroundsattel von Giant.

Selle Italia Flite Boost

Auf meinem Revolt 0 von Giant ist standardmässig der Approach verbaut. Der kostet direkt beim Hersteller gekauft knapp 36 Euro. Ein günstiger und für diesen Preis guter Sattel. Mehr aber nicht.

Und so richtig warm bin ich mit diesem Sattel bisher nicht geworden. Ich habe keine Druckstellen oder so was in der Art. Es ist eher ein diffuses Gefühl während der Fahrt, schwierig zu beschreiben. Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht am Sattel, vielleicht an meinem Hintern. Auf jeden Fall muss ich da was ändern.

Flite Boost: der etwas kürzere Gravelsattel von Selle Italia. Und Füsse.
Flite Boost: der etwas kürzere Gravelsattel von Selle Italia. Und Füsse.

Nun habe ich auf Selle Italia umgesattelt. Die haben auf ihrer Webseite mit idmatch einen Sattelfinder. So bin ich auf den Flite Boost Gravel Superflow gestossen. Der ist schon mal 80 Gramm leichter als der Approach. Ausserdem ist er mit 250 Millimeter Länge rund zwei Zentimeter kürzer als der Giant-Sattel. In der Breite sind beide Sättel mit 145 Millimeter identisch. Giant verarbeitet in seinem Approach elastische Partikel, die sich an die Sitzknochen anpassen sollen. Selle Italia setzt im Inneren auf leichtes Gel, das Vibrationen absorbieren soll.

Elastische Partikel von Giant ...
Elastische Partikel von Giant ...
 ... versus leichtes Gel von Selle Italia.
... versus leichtes Gel von Selle Italia.

Mein erster Eindruck

Vielleicht liegt es ja an den zwei Zentimetern weniger. Oder am leichten Gel. Auf jeden Fall passt der Flite Boost Gravel Superflow wie die Faust aufs Auge. Oder zwei Backen auf den Sattel. Sein synthetisches Obermaterial lässt sich übrigens einfach reinigen, das Gestell besteht aus dem Leichtmetall Titan.

Der Sattel ist tatsächlich voll für den Allerwertesten.
Der Sattel ist tatsächlich voll für den Allerwertesten.

Ich nehme ihn angenehmer wahr und bin nach einer zweistündigen Fahrt im Nacken weniger verspannt als vorher mit dem alten. Ausserdem fühle ich mich auch weniger erschöpft. Das liegt vielleicht aber daran, dass sich mein Körper langsam an die Belastung des Radfahrens gewöhnt. Es scheint mir jedoch Hand in Hand mit dem Sattelwechsel zu gehen. Wie bereits erwähnt, ist es für mich schwierig einzuschätzen, was den Unterschied zwischen dem Approach von Giant und dem Flite Boost von Selle Italia tatsächlich ausmacht. Vielleicht sind es auch nur die rund 170 Franken Preisunterschied, die mir unterbewusst einreden, dass ich mich mit diesem Sattel besser fühlen muss 😉. Auf jeden Fall sind mein Po und ich froh, haben wir umgesattelt.

Flite Boost (Mountainbike, Rennrad)
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Selle Italia Flite Boost (Mountainbike, Rennrad)
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Ride On
Ride On

Was mir bequem erscheint, kann bei dir schon wieder ganz anders wirken: Welcher Sattel hat sich für dich im Laufe der Zeit bewährt? Worauf radelst du am liebsten?

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Patrick Bardelli
Patrick Bardelli

Senior Editor, Zürich

Es zählt nicht, wie gut du bist, wenn du gut bist. Sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist.

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