

Fünf praktische Helfer für den Airfryer
Hast du gerade eine Heißluftfritteuse gekauft? Die Gefahr ist groß, dass du jetzt Geld für unnötiges Zubehör ausgibst. Ich zeige dir, was sich wirklich lohnt.
Seit rund zwei Jahren stecke ich im Airfryer-Game. Aber so richtig. Mein Backofen hat mich letztens sogar schon vorwurfsvoll angesehen, weil er sich vernachlässigt fühlt. Dummerweise bin ich ein Werbeopfer und habe in meiner Airfryer-Euphorie viel zu viel Zubehör gekauft, das in meinen Social-Media-Feeds aufgetaucht war. Denn im Alltag bewähren sich bei mir nur diese Dinge.
Sprühflasche für Öl
Theoretisch funktioniert die Heißluftfritteuse auch ohne Öl. Aber ein Hauch davon macht den Unterschied zwischen «schmeckt okay» und «wow, lecker». Vertrau mir. Aktuell habe ich diese Flasche hier im Einsatz.

Der Korpus ist aus Glas, was mir persönlich am wichtigsten ist. Den Hebel oben darfst du nicht einfach wie bei einer Pistole durchziehen, sonst kommt ein fetter Strahl heraus. Mach es lieber langsam und mit Gefühl: Dann entsteht der feine Ölnebel, mit dem Pommes schön braun werden oder das Geflügel knusprig.
Das Öl sprühst du aber bitte immer außerhalb des Airfryers auf die Lebensmittel. Frisches Speiseöl auf dem heißen Heizelement des Geräts ist aus Gründen des Brandschutzes gar keine gute Idee. Apropos Hitze: Bei der Wahl des richtigen Öls solltest du auf einen hohen Rauchpunkt achten. Rapsöl mit seiner Hitzebeständigkeit bis 230 Grad nutze ich als Alleskönner. Sonnenblumenöl verträgt bis zu 225 Grad. Es bleibt auch erhitzt geschmacksneutral und ist eine gute Alternative zu Raps.
Zangen
Im Garkorb des Airfryers geht es beengt zu. Während du Pommes oder Gemüse durch kräftiges Schütteln wenden kannst, wird das bei Aufbackbrötchen, Fleisch und Fisch eher zum Glücksspiel. Besorge dir eine Grillzange, am besten aus Silikon. Damit verbrennst du dir nicht die Finger, kannst die Speisen sicher greifen und beschädigst nicht die Antihaftbeschichtung des Korbs.
Mit dieser hier von Kuhn Rikon habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die geriffelte Oberfläche der Zangenwangen ist ein echter Vorteil, weil dir damit auch einzelne Nuggets oder Gemüseteile nicht wegrutschen. Mit meiner alten Grillzange fand ich das Wenden nämlich immer recht fummelig. Aber das kann auch Geschmackssache sein. Wenn es dein Budget hergibt, kauf am besten gleich zwei Zangen. Eine ist immer gerade in der Spülmaschine.
Wenn ich Förmchen aus dem Airfryer nehme, trage ich Handschuhe. Die hier habe ich mir zwar für den Grill gekauft, sie tun aber auch in der Küche gute Dienste.
Backformen, aber bitte mit Henkeln
Aufläufe, Omelette, Muffins und Kuchen gehen auch mit dem Airfryer. Also Kuchen bei mir nur in der Theorie – ich backe einfach nicht gern. Für alles andere habe ich Formen aus Silikon. Die kann ich einfach reinigen und es bleibt nichts kleben. Beim Gebrauch musst du nur darauf achten, dass du dich an die Temperatur hältst, die auf der Form steht. Sonst schmelzen sie und du hast die ganze Sauerei im Airfryer kleben.
Du kannst natürlich auch Formen aus Metall nehmen. Sie leiten die Wärme besser und schmelzen nicht. Wichtig ist nur, dass deine Förmchen nach oben stehende Henkel haben. Das erleichtert das Herausheben.
Die meisten Hersteller schreiben so etwas wie «passt in jeden Airfryer». Miss lieber trotzdem einmal nach.
Ist das nun durch, oder nicht?
Ganz unabhängig von einem Airfryer lohnt sich die Anschaffung eines Bratenthermometers. Damit musst du nicht mehr in Hähnchenschenkeln herumstochern oder Probierstücke anschneiden. Mit so einem Ding findest du den optimalen Garpunkt. Einfach in die dickste (!) Stelle pieksen und die Temperatur ablesen. Bei etwa 75 Grad Kerntemperatur ist das Hühnchen schön saftig. Bei Lachs reichen schon 55 Grad.
Für rund zwanzig Euro beziehungsweise Franken findest du brauchbare Geräte, wie dieses hier:
Silikonmatten oder Backpapier?
Backpapier für die Heißluftfritteuse hat mich bisher nicht überzeugt. Vor allem aus Umweltgründen mag ich keine Wegwerfprodukte. Ich benutze lieber perforierte Silikonmatten. So wie diese hier:
Statt den Rost oder Korb zu schrubben, kannst du einfach die Matte in die Spülmaschine geben. Das ist der große Vorteil. Die Matten haben aber auch einen Nachteil. Sind die Löcher zu klein, stören sie den Luftstrom in der Garkammer. Außerdem absorbieren sie Hitze. Du musst damit etwas experimentieren, bis du wieder die optimale Garzeit für deine Gerichte findest.
Ein Tipp zum Schluss: Es gibt einen Unterschied zwischen «spülmaschinengeeignet» und «spülmaschinenfest». Das habe ich leider bei meinem ersten Airfryer gesehen. Der wurde binnen kürzester Zeit unansehnlich. Nach einigen Gängen in der Spülmaschine hatte ich ein schwarzes Gehäuse und einen eher anthrazitfarbenen Garkorb. Seitdem spüle ich die Körbe meiner neuen Heißluftfritteuse immer per Hand.
Das Auge isst und frittiert schließlich mit.
Hast du weitere Tipps für nützliches Zubehör für den Airfryer? Dann schreib es in die Kommentare.
Hamburger, Leseratte, Eishockey-Fan. Papa und Grosspapa. Bastelt ständig an seinem Smarthome herum. Interessiert an DIY, Outdoor, Mode und Kosmetik.
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