

Mähroboter mit Fadentrimmer: Ecovacs löst das Randproblem
Die neuen Topmodelle von Ecovacs lösen ein Problem vieler Rasenmähroboter: Die Ecovacs-Mäher schneiden bis an den Rand – mit einem zusätzlichen Fadentrimmer. Doch das System hat auch Nachteile.
Schritt für Schritt automatisieren Hersteller wie Ecovacs das Rasenmähen. Die ersten Roboter brauchten ein mühsam verlegtes Begrenzungskabel, damit sie wussten, wo das Blumenbeet beginnt. Danach orientierten sich die Mäher über Funk und GPS, inzwischen erstellen sie ein 3D-Modell des Gartens und nutzen Kameras, um Hindernisse zu erkennen.
Ein Problem blieb bisher meist ungelöst: So gut die Mähroboter auf der Fläche den Rasen schneiden, am Rand bleiben Halme stehen. Nicht nur, weil sie zu vorsichtig sind, sondern auch, weil aus Sicherheitsgründen die Messer nicht über den Rand des Gehäuses hinausragen dürfen. Dieses Problem sollen nun die neuen Goat-Modelle von Ecovacs lösen.

Trimmer an der Seite
In drei unterschiedlichen Modellen namens O1200, A1600 und A3000 kommt die neue Technik zum Einsatz. Sie sind jeweils für unterschiedliche Gartengrössen ausgelegt. Gemeinsam ist ihnen auf der rechten Seite ein Trimmer, der über den Gehäuserand ragt.
Der Trimmer funktioniert mit einem Faden, wie du das von den grossen Rasentrimmern her kennst. Der schnell rotierende Kunststofffaden passt sich automatisch auf die Länge an und stutzt sich bei Bedarf selbst mit einem Messer.
In der App kannst du direkt auf der Karte festlegen, in welchen Bereichen der Trimmer zum Einsatz kommen soll. Ideal beispielsweise an einer Hausmauer oder einem Rasenstück mit Randsteinen. Dort kann der Roboter mit dem Trimmer wirklich bis ganz an den Rand mähen.

Sobald die Sensoren eine Bewegung in der Nähe des Roboters feststellen, stoppt der Trimmer aus Sicherheitsgründen. Ob das System bei Wind beispielsweise gar nicht mehr funktioniert, muss ein Test zeigen.
Abnutzung und Lautstärke
Drei Nachteile gibt es: Der Faden nutzt sich ab, die Rolle muss regelmässig ersetzt werden, was rund 15 Franken oder Euro kostet. Es kommen also Zusatzkosten auf einen zu – was bei Rasentrimmern aber so üblich ist. Auch die Mikroplastik-Reste des Nylon-Fadens sind unschön.
Zudem wird der Ecovacs Goat deutlich lauter. Im Normalbetrieb sind es laut Hersteller 62 Dezibel. Sobald der Trimmer läuft, steigt der Geräuschpegel auf 82 Dezibel. Das ist Lärm. Wer den Roboter mit Trimmer während der Ruhezeiten mähen lässt, riskiert zumindest böse Blicke der Nachbarn.
Ecovacs setzt für den Randschnitt eine bewährte Methode ein, die auch Nachteile hat. Da dürfte es in den nächsten Monaten und Jahren garantiert noch weitere Lösungen von anderen Herstellern geben, vielleicht mit ausfahrbaren Klingen oder Scheren.
Die Ecovacs O1200, A1600 und A3000 sind bereits bei uns im Sortiment erhältlich. Sie sind für 1200, 1600 oder 3000 Quadratmeter Gartenfläche ausgelegt.
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