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Microsoft Surface Pro 6: Top Gerät, das überzeugt, ich aber dennoch nicht kaufe

Das neue Surface Pro ist im Grunde genommen ein Update. Denn rein Äusserlich unterscheidet es sich nicht von der 2017er Version. Doch in ihm steckt ein Intel Prozessor der 8. Generation. Wie sich das Surface Pro 6 schlägt und ob es dein Geld wert ist, erfährst du in diesem Review.

Microsoft hat es geschafft, mich für die Surface-Reihe zu begeistern. Nicht zuletzt dank dem 10-Zoll kleinen Surface Go, welches ich im August unter die Lupe nehmen durfte. Dennoch ziehe ich grundsätzlich ein kompaktes Notebook einem Tablet, respektive 2-in-1-Gerät vor. Insbesondere, da Tablets den Nachteil haben, dass die Reparatur bei einem Defekt mehr als nur knifflig ist. Verklebt, verlötet, fest verbaute Akkus… All dies empfinde ich als ein Unding der heutigen Zeit.

Nun ist endlich der grosse Bruder des Surface Go dran. Ich bin gespannt auf das neue Surface Pro 6. Mehr Gewicht, mehr Display und mehr Leistung warten auf mich. Und was mich im Gegensatz zu Tablets mit Android oder iOS besonders freut, ist, dass du auf den Surface-Produkten vollumfänglich produktiv sein kannst. Denn hier kannst du dank Windows 10 alles installieren, was du auch auf deinem Desktop an Programmen hast. Dafür musst du allerdings relativ tief in die Tasche greifen.

Das bekommst du mit dem Surface Pro 6

Du kannst das Surface Pro 6 in verschiedenen Varianten kaufen. Passiv gekühlt mit i5- oder aktiv gekühlt mit i7-Prozessor. Mit 128, 256, 512 GB Speicher oder gar einer 1 TB SSD. Ausserdem gibt es das gute Teil nun auch in Schwarz.

Ich habe für dieses Review folgende i5-Variante erhalten:

  • Surface Pro 6 – 256GB – KJT-00003 (12.30", Intel Core i5-8250U, 8GB, SSD)
  • Surface Pro 6 – 256GB – KJT-00003 (12.30", Intel Core i5-8250U, 8GB, SSD)
  • Surface Pro 6 – 256GB – KJT-00003 (12.30", Intel Core i5-8250U, 8GB, SSD)
EUR 1138,–
Microsoft Surface Pro 6 – 256GB – KJT-00003 (12.30", Intel Core i5-8250U, 8GB, SSD)
Arbeiten, spielen, streamen, auf dem neuesten Stand bleiben.
5

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Ausserdem teste ich mit einem Signature Type Cover und einem Surface Pen:

  • Surface Go Type Cover (DE, Docking)
  • Surface Go Type Cover (DE, Docking)
  • Surface Go Type Cover (DE, Docking)
EUR 83,90
Microsoft Surface Go Type Cover (DE, Docking)
Kombinieren Sie das Surface Go Type Cover mit einem Surface Go, um überall eine vollständige Tastatur zur Verfügung zu haben.

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  • Surface Pen
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  • Surface Pen
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Microsoft Surface Pen
Setzte Deine Kreativität ohne Kompromisse um. Mit dem neuen Surface Stift mit Präzisionsspitze auf der einen und Gummi-Radierer auf der anderen Seite.
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Die technischen Daten:

  • Intel Core i5-8250U
  • Integrierter Grafikprozessor: Intel UHD Graphics 620
  • 8 GB RAM
  • 256 GB SSD
  • microSDXC-Slot
  • 12.3” IPS Multi-Touch Display (PixelSense Display) mit 2736 x 1824 Pixel (Seitenverhältnis von 3:2, 267 ppi, Hochglanz, unterstützt Stifteingabe)
  • Stereo-Lautsprecher mit Dolby Audio Premium, Dualmikrofone, 3.5-mm-Klinkenanschluss
  • 5-Megapixel-Frontkamera und 8-Megapixel-Rückkamera (beide mit 1080p-Videoauflösung)
  • Umgebungslichtsensor, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Windows Hello Kamera (Gesichtserkennung)
  • Lithium-Ionen-Akku mit 45 Wh
  • Windows 10 Home

Design und Anschlüsse

Im Vergleich zur 2017er Version hat sich, bis auf die schwarze Farboption, äusserlich nichts verändert. Warum soll man Dinge ändern, die gut ankommen? Na gut, da gibt es einen Punkt; vermissen tue ich einen USB-C respektive Thunderbolt-Anschluss.

Altes Design, neue Innereien.

Das Magnesium-Gehäuse des Surface Pro 6 misst 29.21 x 20.07 x 0.85 cm. Ohne Signature Type Cover wiegt es 770 g. Es fühlt sich sehr gut an und hat eine ausklappbare Standfuss-Platte, die zwar relativ filigran wirkt, aber sich während der Benutzung dennoch als stabil herausstellt.

Dank microSDXC-Slot unter dem Standfuss, kannst du den Speicher erweitern.

Unter dem Standfuss befindet sich der microSDXC-Slot, welcher gerade bei einer 128 oder 256 GB Version sehr wichtig sein dürfte.

Lüftungsaussparungen, damit dein i5-Prozessor nicht irgendwann in die Röhre schaut.

Auf der rechten Seite sind ein Mini DisplayPort, ein USB 3.0 Typ-A sowie der Netzanschluss (Surface Connect Anschluss) verbaut. Ums gesamte Tablet herum gibt es eine schmale Rille, welche bündig mit dem Standfuss ist. In dieser befinden sich auch Lüftungsaussparungen, welche oberhalb des Mini DisplayPort beginnen und sich bis auf die andere Seite durchziehen. Den Klinkenanschluss, für welchen ich immer sehr dankbar bin, findest du ganz oben auf der linken Seite. Oben am Tablet sind Powerknopf und Lautstärkewippe angebracht.

Folgende Anschlüsse bietet das Surface Pro: Mini DisplayPort, USB 3.0 Typ-A, Netzanschluss, Klinkenanschluss, Schnittstelle fürs Type Cover

Unten am Tablet ist dann noch der magnetische Anschluss fürs Cover zu finden. Wer mehr Anschlüsse möchte, muss gezwungenermassen zu einem Adapter/Hub greifen.

PixelSense Display im 3:2-Format

Das 12.3-Zoll-Hochglanz-Display im 3:2-Format bietet 267 ppi und wirkt gestochen scharf. Es macht wirklich Spass, damit zu arbeiten oder Filme zu schauen – die Farbtemperaturen empfinde ich als überaus angenehm. Jedoch dürfte das mit 2736 x 1824 Pixel auflösende IPS-Panel Grafiker und Kreativ-Arbeitende nur bedingt glücklich machen. Zwar werden gemäss trustedreviews.com 92.4 Prozent des sRGB-Spektrums abgedeckt, aber bei Adobe RGB enttäuscht es mit lediglich 64.3 Prozent. Bei DCI-P3 sind es 66.7 Prozent. Somit ist es nicht wirklich für Prepress-Prozesse oder die Filmproduktion geeignet. Mit einem Schwarzwert von 0.26 cd/m² und einem Weisswert von 324.7 cd/m² ergibt sich ein Kontrastverhältnis von 1243:1. Das ist ein guter Wert. Ansonsten ist es Blickwinkelstabil und gleichmässig ausgeleuchtet.

Zubehör

Beim Zubehör hat sich gegenüber der Vorversion nichts geändert – will heissen, dass es keine neuen Type Covers oder Pens gibt. Das finde ich ganz in Ordnung, da neue Hardware gern zum überhöhten Preis verkauft wird. Das bisherige Zubehör ist also kompatibel.

Alles beim Alten. Das bisherige Zubehör ist weiterhin kompatibel.

Signature Type Cover

Mit dem Cover wird das Tablet zum Notebook. Es ist Tastatur, Trackpad und Display-Schutz in einem. Um es mit dem Surface Pro zu verbinden, muss es lediglich in die Nähe des magnetischen Anschlusses gehalten werden, und schon heftet es sich automatisch an.

Das 310 Gramm wiegende Cover kann flach oder leicht angewinkelt verwendet werden. Die Tasten verfügen über eine dreistufige Beleuchtung. Leider kommt das 29.50 cm lange, 21.70 cm breite und 0.50 cm hohe Cover ohne Zahlenblock daher. Der Tastenhub beträgt einen Millimeter und du fühlst einen klaren Auslösepunkt. Es tippt sich darauf überaus angenehm und leise, was gerade in Grossraumbüros von Vorteil ist. Wobei ich zum angenehmen Tippen sagen muss, dass ich bis vor einigen Monaten ein grosser Gegner von Tastaturen mit Millimeter-Tastenhub war. Doch mittlerweile mag ich das Tippen darauf sehr gerne.

Am Trackpad mit Multi-Finger-Gesten-Unterstützung gibt es nichts auszusetzen.

Surface Pen

Der Surface Pen (2017er Version) bietet 4096 Druckstufen und verfügt über eine Neigefunktion, welche gerade für Kreative zum Schattieren nützlich sein dürfte. Die Latenz bei der Eingabe beträgt 21 Millisekunden. Betrieben wird der Pen mit einer AAAA-Batterie und er hat eine auswechselbare Spitze. An der Seite des Pens befindet sich eine Rechtsklick-Taste. Eine zweite Taste befindet sich am oberen Ende. Diese wird zum Koppeln benutzt, und kann für verschiedene anwendungsspezifische Funktionen verwendet werden. Toll ist, dass die flache Seite des Pens magnetisch am Surface Pro angebracht werden kann. Somit hat man den Stift stets griffbereit.

Da ich nicht gut Zeichnen kann, habe ich den Stift mehrheitlich für handschriftliche Notizen verwendet. Es schreibt sich damit sehr natürlich und was mich verwundert hat, ist, dass die Schrifterkennung von Windows mit meiner Handschrift beinahe immer klar kommt. Zum Glück bin ich kein Arzt.

Dolby Audio Premium Sound

Die 1.6-Watt-Stereolautsprecher mit Dolby-Audio-Premium-Zertifizierung befinden sich im oberen Teil links und rechts neben dem Display. Der Sound klingt in Anbetracht der mickrigen Grösse der Lautsprecher recht gut. Da scheppert nichts, die Höhen und Mitten klingen sauber, doch beim Bass verhungern sie – wie es bei unterdimensionierten Lautsprechern stets der Fall ist. Dafür wirkt der Sound einiges raumfüllender respektive breiter, als die Distanz der verbauten Hardware eigentlich ist.

Akkuleistung

Microsoft verspricht mit dem verbauten 45 Wh Lithium-Ionen-Akku bis zu 13.5 Stunden Laufzeit. Wobei dieser Wert auf folgenden Gegebenheiten basiert: «Bis zu 13,5 Stunden Videowiedergabe. Der Test wurde von Microsoft im April 2017 mit einem Intel Core i5-Prototyp (256 GB) mit 8 GB RAM durchgeführt. Getestet wurde die Videowiedergabe bis zur vollständigen Entladung des Akkus. Es wurden alle Standardeinstellungen verwendet. Ausnahme: Es bestand eine WLAN-Verbindung und die automatische Helligkeit war deaktiviert. Die Akkulaufzeit hängt stark von den Einstellungen, der Nutzung und anderen Faktoren ab.»

Was taugt der Akku tatsächlich: Youtube-Dauerstreaming

Beim Dauerstreaming mit Youtube stelle ich die Helligkeit des Displays auf mittlere Stufe. Der automatische Shutdown kommt nach 9 Stunden und 20 Minuten. Dies ist ein hervorragender Wert, wie ein Blick in das Review der neulich verglichenen fünf Ultrabooks verrät. Vergleicht man das Surface Pro 6 mit den Ultrabooks, landet es in Sachen Dauerstreaming auf dem ersten Rang. Das beste Ergebnis holte damals das HP Spectre X360 mit 8 Stunden und 47 Minuten.

Beim Arbeiten im Büro konnte ich den Akku bisher noch nie komplett runterbringen. Hier liegen je nach Arbeitsaufgaben gut 10 Stunden oder gar mehr drin.

Stresstest HeavyLoad

Im Gegensatz zum Surface Go, welches bei HeavyLoad relativ heiss wurde, hält sich die Wärmeentwicklung beim Surface Pro 6 in Grenzen. Spiegeleibraten liegt hier also nicht drin. Fahre ich den Stresstest, der sämtliche Hardware an die Grenzen bringt, mit höchster Bildschirmhelligkeit, macht der Akku nach 2 Stunden und 23 Minuten schlapp. Ein guter Wert. Das Surface Go erreichte 2 Stunden und 15 Minuten. Der bisherige Rekord bei den fünf Ultrabooks, die ich getestet habe, hält das Acer Spin 5 mit 1 Stunde und 58 Minuten.

CPU und Grafikprozessor

Der 64-Bit Quad-Core-x86-Mikroprozessor Intel Core i5-8250U wurde Mitte 2017 eingeführt. Er basiert auf einer verbesserten Version der Kaby-Lake-Mikroarchitektur und wird mit der erweiterten zweiten Generation des 14-nm+-Prozesses hergestellt. Er arbeitet mit einer Taktrate von 1.6 GHz und hat einen TDP von 15 W. Der Turbo-Boost beträgt bis zu 3.4 GHz.

Auf dem Chip steckt auch Intels UHD Graphics 620, welche mit 300 MHz läuft und eine maximale dynamische Frequenz von 1.15 GHz aufweist.

Performance-Benchmark

Um die Performance zu testen, benutze ich Cinebench R15 sowie Geekbench 4.

Cinebench R15

Mit Cinebench R15 von Maxon kannst du testen, wie sich dein PC beim Rendern von Cinema 4D-Inhalten schlägt. Der Benchmark ist auf Floating Point Performance fokussiert. Prozessoren mit mehr Cores werden hier immer ein besseres Resultat liefern. Falls du Prozessoren mit Cinebench R15 vergleichen möchtest, geht das nur, wenn beide Prozessoren über gleich viele Threads verfügen.

So schlägt sich das Surface Pro 6 mit Intel Core i5-8250U:

Zum Vergleich: Das 10-Zoll kleine Surface Go erreicht mit der HD Graphics 615 gerade mal 30.78 fps.

Geekbench 4

Bei Geekbench 4 handelt es sich um einen plattformübergreifenden Benchmark. Er läuft auf Windows, MacOS, Linux, Android und iOS. Bei der Version 4 des CPU-Benchmarks widerspiegelt der Basiswert von 4000 Punkten die Leistung eines Intel Core i7-6600U, der mit 2.60 GHz getaktet ist. Nebst simulierten realen Szenarien, mit welchen die CPU getestet wird (Single-core und Multi-core), kann Geekbench auch die GPU-Leistung in Bereichen der Bildverarbeitung und dem maschinellen Sehen ermitteln. Du kannst dank dem Geekbench-Browser auch die Resultate mit anderen Systemen vergleichen.

Geekbench-Resultate des Surface Pro 6 mit Intel Core i5-8250U:

Falls du dir die Benchmark-Resultate im Detail ansehen möchtest:

Fazit: Möchte ich haben, ist mir aber zu teuer

Das Surface Pro 6 ist ein wirklich schön designtes, verarbeitetes sowie funktionales Gerät mit langer Akku-Laufzeit. Toll, gibt es Tablets respektive 2-in-1-Geräte mit x86-Prozessoren. Sie geben dir in Kombination mit Windows 10 die Möglichkeit, uneingeschränkt das zu installieren, was du auch vom Desktop her gewohnt bist.

Weniger schön finde ich den relativ hohen Preis im Vergleich zur verbauten Hardware. Wäre das Signature Type Cover und der Surface Pen inbegriffen, könnte ich diesen eher nachvollziehen. Und wenn ich schon am rüffeln bin, möchte ich nochmal festhalten, dass dieses Gerät leider keinen USB-C respektive Thunderbolt-Anschluss hat. Möchtest du einen externen Bildschirm anschliessen, kannst du das dank Mini DisplayPort aber dennoch. Löblich ist dafür der bei Microsoft noch immer vorhandene Klinkenanschluss.

Alles in allem bin ich, abgesehen von der Geldpolitik, absolut begeistert vom Surface Pro 6. Solltest du bereits die 2017er Version des Surface Pro besitzen, wird sich ein Update aufgrund der geringen Änderungen für dich höchstwahrscheinlich nicht lohnen. Falls du dich vor lauter Emotionen nicht halten kannst, und dir ein Surface holen möchtest, empfehle ich dir, vor dem Kauf noch einen Blick auf das billigere und etwas weniger potente Surface Go im 10-Zoll-Format zu werfen.

Erstmals veröffentlicht auf digitec.ch am 11.12.2018

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Martin Jud, Hamburg

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