
Mit diesen Fidget-Gadgets beschäftigst du deine Finger
Wenn ich mich konzentrieren muss, fangen meine Finger gerne an, auf dem Tisch zu trommeln. Oder ich tappe nervös mit dem Fuss auf dem Boden. Fidget-Gadgets sollen Abhilfe schaffen – manche davon sind ziemlich absurd.
Ich suche immer wieder nach kleinen Spielsachen, die mir helfen, mich zu konzentrieren und meine Finger zu beschäftigen. Diese praktischen Alltagshelfer sind auch als Fidget Gadgets bekannt. Ich habe mich durch unser Sortiment gewühlt und mir die vielversprechendsten herausgesucht.
Zerquetschen erlaubt
Squishy-Spielzeuge bekommst du in allen verrückten Formen und Farben. Toll an ihnen ist, dass sie sich dank ihres Materials zerquetschen und dehnen lassen. Sie sind je nach Qualität aber auch klebrig und deshalb nicht besonders langlebig. Es gibt zum Glück Ausnahmen.
Die Squishy Butter ist der ekeligste Kandidat. Sie entpuppt sich als unerwartet gross, das Zusammenquetschen finde ich angenehm. Sie klebt allerdings leicht und riecht tatsächlich nach irgendwas, das wohl Butter ähneln soll. Igitt. Die Grösse macht sie für unterwegs zudem ungeeignet.

Positiv überrascht bin ich vom Moj Moj Bubble Ball. Ihn habe ich mir äusserst klebrig und kurzlebig vorgestellt. Allerdings fühlt er sich sehr angenehm an. Der Ball hat eine äusserst dicke Kunststoffschicht, sodass ich mich mit dem kleinen Quetschtierchen voll austoben kann. De kleinen Perlen im Bauch des Balls sind ein süsser Bonus. Dass mit der Zeit ein paar Fussel hängen bleiben, ist bei dem Material normal, die lassen sich aber gut abwaschen.

Die dehnbare Fidget Raupe ist genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe. Am Anfang ganz witzig und recht angenehm – sie klebt zum Glück nur ganz wenig. Allerdings hält sie ihre Form nicht besonders lange. Bei mir hat sie sich jedenfalls schnell abgenutzt. Auch im Sinne, dass sie mir zu langweilig geworden ist.

Drücken, drehen und ploppen
Meine liebsten Fidget-Gadgets sind Dinge mit Knöpfen, Drehrädern und dergleichen. Es hat etwas äusserst Befriedigendes, wenn ein Knopf ein Klicken auslöst oder ein Rad einrastet.
Deshalb liebe ich auch meine mechanische Tastatur: Die Tasten klicken beim Tippen weich und cremig und der Lautstärkeknopf an der Ecke rastet beim Drehen sanft ein. Als ich vor Kurzem von XPPen (ein Grafiktablet-Hersteller) einen Schlüsselanhänger mit vier mechanischen Tasten bekommen habe, war das direkt mein neues Lieblings-Fidget-Gadget. Im Sortiment haben wir sie als einzelne Tasten.

Ähnlich viel Spass habe ich mir vom Fidget Würfel erhofft. Der hat auf allen Seiten andere Möglichkeiten, die Finger zu beschäftigen. Allerdings ist er leider äusserst billig verarbeitet. So funktionieren auf der einen Seite nur drei von fünf Knöpfen, und der Kippschalter klickt nur auf einer Seite.

Schon zuhauf gesehen habe ich die Pop-it-Spielzeuge. Die gibt es in allen Formen und Farben. Ihr Reiz: die kleinen Kunststoff-Wölbungen reindrücken und wieder rausploppen lassen. Das Prinzip erscheint mir ähnlich wie bei Luftpolsterfolie, nur dort platzen die kleinen Luftpölsterchen so witzig. Dafür kann ich die Pop-it-Gadgets mehrmals benutzen.

Die meisten davon gefallen mir optisch nicht oder der Kunststoff fühlt sich minderwertig an. Deshalb habe ich mich für das Pop-it-Telefon entschieden. Das ist als Beissspielzeug für Babys deklariert und die Qualität stimmt hier einfach. Und dass es so süss und kompakt ist, macht es für unterwegs gleich viel praktischer. Ich find’s nice.
Eine runde Sache
Runde Fidget-Spielzeuge sind extrem vielseitig, ob zum Trainieren meiner Hände, für eine Handmassage oder einfach zum Herumrollen.
Das spannendste Gadget aus meiner Liste mit zudem einem weiteren Nutzen ist der Schildkröt Handtrainer. Etwas knifflig hat Schildkröt die Art gewählt, den inneren Ball zum Drehen zu bringen. Dafür muss ich einen kleinen Faden in ein Loch einfädeln und daran ziehen. Anschliessend kann ich diesen mit dem richtigen Schwung aus dem Handgelenk immer schneller drehen lassen.

Über ein Video des Herstellers sehe ich, was für Bewegungen und Übungen ich damit machen kann, um so mein Handgelenk zu trainieren. Diese fühlen sich äusserst angenehm an und kräftigen neben der Spielerei noch meine Hand.
Den Spinner Ball kann ich oben und unten halten. So dreht er sich in der Mitte, wenn ich ihn anstupse. Das klappt auch wunderbar, wenn ich ihn auf den Tisch stelle. Der Ball wirkt gut verarbeitet und ist aus Metall gefertigt. Deshalb liegt er angenehm kühl und mit gutem Gewicht in meiner Hand.
Er sieht nebenbei auch echt schick aus und hat fast etwas Hypnotisches durch die spiralförmige Einkerbung. Drehe ich den Ball nur langsam, kann ich der Kerbe und der bunten Einfärbung mit den Augen folgen.

Die Fidget Magnetbälle standen schon lange auf meiner Wunschliste. Vielleicht war ich deshalb im ersten Moment etwas enttäuscht von den sechs Bällen. Nur einer davon fühlt sich massierend an in meinen Fingern und ich weiss erst gar nicht, was ich genau damit machen soll.
Nachdem ich aber ein Weilchen mit den magnetischen Kugeln herumgespielt habe, wachsen sie mir ans Herz. Indem ich sie gleichzeitig um meine Finger drehe, werde ich ein bisschen geschickter. Rolle ich sie mit sanftem Druck über meinen Unterarm, habe ich neben dem Massageeffekt zudem lustige Abdrücke der verschiedenen Strukturen auf der Haut.
Dank der eingearbeiteten Magnete fallen mir die Kugeln zudem nicht so schnell aus der Hand. Die Bälle erscheinen mir zudem gut verarbeitet und kommen in einem praktischen kleinen Etui für unterwegs.

Kinderspielzeug und Mathe-Lernfaktor
Auf einem Papier herumzukritzeln, kann genauso zur besseren Konzentration beitragen. Beim Telefonieren mache ich das sehr oft, früher auch bei Vorlesungen an der Uni. Damit ich aber nicht einen ganzen Block mit sinnlosen Mustern vollpinsle, nutze ich doch am besten etwas Wiederverwendbares: eine Magnettafel.
Bei uns im Sortiment werde ich fündig. Die Mini Magnettafel kann ich mir auch an einen Rucksack hängen oder in die Tasche stecken. Die Kritzeleien kann ich mit dem Schieber einfach wieder ausradieren und neu anfangen – na gut, nicht ganz einfach. An den Rändern bleibt immer noch ein bisschen Magnet übrig. Zudem ist mir die Schnur, an welcher der Stift befestigt ist, zu kurz. Das kleine Gadget ist nicht optimal.

Weil ich gerne flauschige Sachen habe, komme ich nicht um die Squishy Tüte herum. Sie ist tatsächlich superfluffig und die kleinen Donut-Plüschies zum Herausnehmen sind zuckersüss. Ansonsten hat das Spielzeug einen ähnlichen Sinn, wie die Squishys oben: Ich kann die Tüte und die Donuts zusammendrücken, wie ich will. Hier muss ich keine Angst haben, dass etwas kaputtgeht oder klebrig wird. Dass ich die Tüte dank Klettverschluss oben aufreissen kann, wie eine richtige Chipstüte, macht das kleine Spielzeug noch witziger. Im Sortiment haben wir auch eine Variante mit Cookies statt Donuts.

Fidget Spinner gibt es in allen erdenklichen Farben und Ausführungen. Diese Version hat es mir besonders angetan, weil ich damit meine Kopfrechen-Skills wieder auffrischen kann: die Mathe Fidget Spinner. Sie sind zwar allesamt aus Kunststoff, lassen sich aber angenehm drehen.

Die Idee dahinter ist simpel. Auf den kleinen Rädchen sind die Zahlen 1–10. Auf dem grossen Rad steht eine dazu ergänzende Matheaufgabe wie «- 1» oder «* 5» und gegenüber davon ein Pfeil in Richtung der Zahlen. Drehe ich am Rad, zeigt es mir beispielsweise «6 - 1» an oder «5 * 5». So kann ich nicht nur meine Finger beschäftigen, sondern auch meine verrosteten Hirnzellen. Diese Fidget-Spinner sind allerdings nicht besonders praktisch, wenn ich woanders aufpassen sollte.
Ringe als schmucke Accessoires
Zu guter Letzt noch die Edelvariante der Fidget-Gadgets: Ringe. Die gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Ich selbst besitze zwei Sorten: Bei einem Edelstahlring mit Drachensujet lässt sich der äussere Teil drehen. Bei einem anderen klicken die verbauten Mechanismen sanft der Reihe nach, wenn ich die obere Hälfte gegen den Uhrzeigersinn bewege.

Der Purelei-Ring hat mich eher enttäuscht. Er kommt zwar in süssem Beutelchenl daher, ist ansonsten aber eher mässig gut verarbeitet. Mit den kleinen beweglichen Kugeln um den Ring lässt sich zudem nicht so gut spielen, wie ich mir das gedacht hatte. Am Finger sieht er auch nicht besonders schön aus. Definitiv keine Kaufempfehlung.
Weit angenehmer finde ich den Akupressurring. Der sieht zwar noch viel weniger schön aus und ist nicht als Accessoire für die Abendgarderobe gedacht. Dafür massiert er sanft, wenn ich ihn über einen Finger stülpe und langsam daran herunterrolle. Anfangs muss ich mich noch dran gewöhnen, das Gefühl wechselt aber schnell zu stimulierend.

Kennst du noch weitere, coole Fidget-Gadgets, die du empfehlen kannst?
Seit ich einen Stift halten kann, kritzel ich die Welt bunt. Dank iPad kommt auch die digitale Kunst nicht zu kurz. Daher teste ich am liebsten Tablets – für die Grafik und normale. Will ich meine Kreativität mit leichtem Gepäck ausleben, schnappe ich mir die neuesten Smartphones und knippse drauf los.
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