

Na endlich, genau so ein Necessaire habe ich gesucht!
Gerade als ich mir eingestehen wollte, dass es die ideale Schminktasche nicht gibt, beweist mir das «Fold Case» von Reisenthel das Gegenteil.
Von A nach B mit meinen Schminksachen? Ein logistischer Albtraum! Dabei habe ich schon etliche Necessaire-Formate ausprobiert – mit ernüchterndem Ergebnis: Ist der Kulturbeutel zu gross, fehlt mir die Übersicht und er vereinnahmt meinen halben Koffer. Ist er von überschaubarer Grösse, spannt der Reissverschluss oder geht gar nicht erst zu. Viele kleine Fächer scheinen auf den ersten Blick zwar praktisch, enden aber in einem Tetris-Spiel, das nicht aufgeht.

Kampf dem Chaos
Wen wundert's? Schliesslich lässt sich Make-up, anders als Klamotten, nicht sauber und uniform falten. Es herrscht ein wilder Mix aus bauchigen (Glas-)Flaschen, Puderdosen, Stiften, Mascaras, Lipglossen und und und. Nicht zu vergessen die delikaten Pinsel, deren zarte Härchen, wenn's zu eng wird, gerne mal umknicken. Zudem möchte ich nicht alle Produkte jedes Mal mühsam in kleine Behälter abfüllen oder extra Reisegrössen kaufen müssen.
Das muss sich doch mit einem gescheiten Design lösen lassen? Am besten noch vor meinem Teamausflug nach Hamburg. Vielleicht taugt ja das «Fold Case» von Reisenthel was?

Stauraumwunder? Stauraumwunder!
Auf den ersten Blick macht der Kulturbeutel aus recyceltem Polyestergewebe einen stabilen und vor allen Dingen durchdachten Eindruck. Äusserst praktisch: Der Reissverschluss fährt beim Öffnen weit über das Case hinaus. Dadurch lässt sich das Necessaire, das über eineinhalb Liter Fassungsvolumen verfügt, komplett aufklappen. Das verschafft mir beim Schminken eine perfekte Übersicht. Und: Alles liegt ausgebreitet und griffbereit vor mir.
An der ausladenden Reissverschlusslasche lässt sich das geschlossene Necessaire übrigens vor und nach dem Gebrauch auch aufhängen. Das spart Ablagefläche. Schliesslich sind Hotelzimmer ja meist eher klein.

Ein Reissverschlussfach teilt das Case in der Mitte in zwei Kammern. Das ist ideal, weil ich so auf der einen Seite meine Pinsel und Stifte und auf der anderen Seite den Rest unterbringen kann.
An einer der gepolsterten Seitenwände befindet sich ein weiteres Reissverschlussfach, direkt gegenüber sitzen zwei Seitenfächer mit Gummizug. Perfekt für Kleinkram wie Pinzetten, Bobby Pins, Schmuck, kleine Wimpernbürsten oder auch Puderdosen, von denen ich nicht möchte, dass sie wild im Zeug herumrutschen und dabei zu Bruch gehen.

So habe ich mir das vorgestellt! Das Necessaire lässt sich auch mit vielen unförmigen Produkten befüllt problemlos schliessen, ohne dass sich bedeutende Designmängel zeigen. Trotzdem möchte ich erwähnen: Unter dem Gewicht des Inhalts gerät der Quader in eine leicht rautenförmige Schieflage. Zudem weiten sich die Öffnungen an beiden Enden des Reissverschlusses etwas unter dem Volumen. Beides kein Problem für mich.

Selbst unter dem Gewicht des Kofferinhalts, das darauf drückt, bleibt das «Fold Case» seiner Form überraschend treu. Nach fünf Tagen auf Achse steht für mich fest: Ich bin ein Fan. Und das trotz eines Dämpfers. Gemäss Reisenthel soll das Material nämlich wasserabweisend sein. Ich habe die Aussen- und Innenseite mit Wasser bespritzt und kann das leider nicht bestätigen. Der Stoff wurde nass.

Die rosa Farbe «Twist Blush», für die ich mich in diesem Test entschieden habe, ist zurzeit leider ausverkauft.

Das Modell ist aber in anderen Ausführungen verfügbar:

Fazit
Dieses Case gebe ich nicht mehr her!
Pro
- lässt sich aufhängen
- genügend Fächer für Kleinkram
- aufklappbar für eine schöne Übersicht
- ist in zwei Kammern unterteilt
- gute Grösse
- leicht gepolstert
Contra
- Material nicht wie beschrieben wasserabweisend
Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.
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