Stabmixer-Test: Stiftung Warentest findet ein Gerät «sehr gut»
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Stabmixer-Test: Stiftung Warentest findet ein Gerät «sehr gut»

Martin Jungfer
Martin Jungfer
Zürich, am 25.06.2021
Fürs Zubereiten von Suppen, Smoothies oder Mayonnaise ist der Stabmixer in der Küche unerlässlich. Einige der Geräte können inzwischen weit mehr, sogar Kartoffeln stampfen.

Nach sechs Jahren Pause hat die Stiftung Warentest Stabmixer in ihr Testlabor geschickt. 15 Geräte von günstig bis teuer wurden untersucht, für ein Gerät gab es die Bestnote «sehr gut» (hier zum ausführlichen kostenpflichtigen Bericht).

Testsieger: Braun Multiquick 5

Dieser Stabmixer mixte und pürierte anstandslos alles, was ihm die Testerinnen und Tester unter die rotierenden Klingen legten. Babybrei gelang ebenso wie die Gemüsesuppe und der grüne Smoothie. Auch beim Aufschlagen von Mayonnaise gab sich der Multiquick keine Blösse. Im Pürier-Wettstreit konnten zwar noch andere Geräte mithalten. Jedoch hatte der Testsieger am Ende die Klingen auch deshalb vorne, weil die Bedienung überzeugte.

Geräte mit Note «gut»

Gleich zehn der 15 untersuchten Stabmixer schafften die Note «gut». Die nachfolgenden sind derzeit im Galaxus-Sortiment. Nicht im Sortiment sind die Geräte der Drogeriekette Rossmann, von Severin und Koenic (Mediamarkt).

Stabmixer HR2534/01 Weiss
27,60
Philips Stabmixer HR2534/01 Weiss
Viva Collection Stabmixer
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Philips Viva Collection Stabmixer
29

Geräte mit Note «befriedigend»

Auch zwei der insgesamt vier mit «befriedigend» bewerteten Stabmixer gibt es bei Galaxus. Wobei der ESGE-Zauberstab hier unter der Marke Bamix zu finden ist.

HZ 64 B 115 Perfekt Mix 8000 Stabmixer
44,13
Krups HZ 64 B 115 Perfekt Mix 8000 Stabmixer
Mono 160
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Bamix Mono 160
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Tipps zum Stabmixer-Kauf

Worauf lohnt es sich zu achten, wenn du einen neuen Stabmixer kaufst? Hüten solltest du dich davor, allein die maximale Watt-Leistung anzuschauen. Denn zum einen rufen die meisten Geräte die theoretische Höchstleistung bei den meisten Anwendungen gar nicht ab, so die Stiftung Warentest. Bei der Gemüsesuppe im Test waren es zum Beispiel im Schnitt nur gerade 115 Watt. Und zum anderen sage die Zahl nichts aus über das Ergebnis der Mix- oder Pürierarbeit. Ob ein Babybrei schön glatt werde, hänge vielmehr von Messern und Konstruktion ab als von reiner Leistung.

Wichtiger als eine hohe Wattzahl ist ein Regler für die Geschwindigkeit – im Idealfall sogar stufenlos. So vermeidest du, dass sich die Rüeblisuppe aus dem Topf in der ganzen Küche verteilt. Wie Küchenprofis wissen: langsam anfangen beim Pürieren, dann erst steigern. Von einer Turbotaste im Produktbeschrieb solltest du dich nicht ablenken lassen. Laut Testbericht ist sie «fürs Ergebnis nicht entscheidend».

Und zum Schluss noch die Frage des Funktionsumfangs. Bei einigen Geräten ist das mit angebotene Zubehör fast so umfangreich wie bei manchen Staubsaugern, bei denen Sofa-, Hundehaar-, Teppich- und sonstige Bürsten im Karton liegen. Hier kannst du dir überlegen, ob dir ein Stabmixer reicht, der die Kernkompetenzen – eben Mixen und Pürieren – erfüllt. Oder ob du mit Zubehör in die Vollen gehen willst. Gemüsespiralen schneiden, Eis zerkleinern, Schlagrahm oder Herdöpfelstock herstellen, Nüsse mahlen, Kräuter hacken – die Liste kannst du fast beliebig verlängern.

Bei begrenztem Platz in der Küche und mit Blick auf die Umwelt lohnt sich hier vielleicht ein Gerät, bei dem du das Zubehör bei Bedarf nach und nach dazu kaufen kannst.

Nachtrag (29. Juni 2021): In den Kommentaren gibt es viel Lob für den Pürierstab von Bamix. Die Stiftung Warentest war von diesem Gerät – getestet unter dem Markennamen ESGE Zauberstab – jedoch anders als die Community nicht begeistert. Warum? Der teuerste Stab funktionierte im Test gemäss dem Artikel am schlechtesten. So bemängeln die Testerinnen und Tester, dass beim Smoothie sehr viele Staudensellerie- und Ingwerfasern zurückblieben. Auch beim Kräuterhacken und Zerkleinern von Zwiebeln sei der ESGE Schlusslicht gewesen. Die Bewertung für den Bereich «Funktion» machte zur Hälfte die Gesamtnote aus. Weitere Faktoren für die Benotung sind Handhabung, Sicherheit, Verschleiss und Geräusch gewesen.

Und noch eine kurze Erläuterung zum Vorwurf, dass die Stiftung Warentest nicht neutral testen würde – Grüsse an @timo. Du kannst ziemlich einfach herausfinden, wie die Stiftung Warentest funktioniert, z.B. hier. Da sollte dann schnell klar werden, dass bei den Tests angebliche Marketing-Budgets von Herstellern keinen Einfluss auf die Ergebnisse haben dürften.

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Martin Jungfer
Martin Jungfer

Head of Content, Zürich

Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln.

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