Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Hintergrund

Vorschau: «Splatoon Raiders» macht Lust auf Meer

Das Singleplayer-«Splatoon»-Spinoff überzeugt bei einem ersten Anspieltermin. Der knallharte Shooter mit idyllischem Insel-Setting könnte ein Traum für Waffen-Nerds und Bastler werden.

Ein wunderschöner Strand. Chaos, Schüsse, Explosionen. Überall fischartige Feinde, die mich wie im Wahn angreifen. Ich wehre mich mit meinem «Oil Blaster» – einer improvisierten Waffe, zusammengebastelt aus Müllresten. Die Schrottknarre verschiesst Farbe, die für Fischmonster tödlich ist. Aber die Gegner werden immer mehr. Ich bin eingekesselt und werde überrannt.

Game Over. Schon wieder.

Na gut, zurück zum Stützpunkt. Trotz virtuellem Tod konnte ich Ressourcen für Upgrades sammeln. Damit verstärke ich die Angriffskraft meiner Waffe. Vielleicht schalte ich noch eine neue Spezialattacke frei. Bessere Panzerung kann auch nicht schaden.

Ja, so sollte es klappen. Auf ein Neues.

Das ist der typische Gameplay-Loop von Nintendos farbenfrohem Shooter «Splatoon Raiders»: Ballern in knallharten Levels, Loot finden, Waffen und Ausrüstung upgraden, Wiederholen.

Ich habe das «Splatoon»-Spinoff zwei Stunden gespielt und bin tief in einen Strudel aus verrückten Knarren, Upgrades und Gadgets eingetaucht.

Salmoniden ausrotten

Im Gegensatz zu den bisherigen «Splatoon»-Games ist «Splatoon Raiders» im Kern eine Singleplayer-Erfahrung. Die Story dient lediglich als Ausrede, um Tausende von Salmoniden – so der Name der fischartigen Feinde – über den Haufen zu ballern.

Ich stürze in der Rolle eines Mechanikers mit den TV-Stars Big Man, Frye und Shiver auf einer tropischen Insel ab. Fans werden das musikalische Trio aus «Splatoon 3» kennen.

Eine lustige Chaotentruppe
Eine lustige Chaotentruppe
Quelle: Nintendo

Um den geschrotteten Helikopter zu reparieren, beschliesst das Quartett, die umliegenden Inseln nach Schrott Schätzen abzusuchen – und nebenbei Genozid an der lokalen Salmoniden-Population zu verüben.

Ich sag’s ja: Alibi. Aber voll okay. Denn «Splatoon Raiders» will nicht mit einer tiefgründigen Geschichte oder Lore, sondern vor allem mit seinem chaotischen Gameplay überzeugen. Und das hat grosses Suchtpotenzial.

Leuchtsignale weisen mir den Weg zu Schätzen. Aber Achtung – diese werden von Salmoniden bewacht.
Leuchtsignale weisen mir den Weg zu Schätzen. Aber Achtung – diese werden von Salmoniden bewacht.
Quelle: Nintendo

Ein Traum für Waffen-Nerds und Bastler

Der Gameplay-Kern von «Splatoon Raiders» orientiert sich am «Salmon Run»-Modus aus den Hauptspielen. Das heisst: In den Levels greifen mich immer grössere Horden von Salmoniden an, die ich mit Farbspritzern erledige, um weiterzukommen und Schätze zu sammeln – manchmal auch unter Zeitdruck. Meine Munition und Gesundheit regeneriere ich, indem ich in zuvor verspritzte Farbkleckse eintauche.

Als «Splatoon»-Veteran fühle ich mich sofort zu Hause.

Jap, das ist «Splatoon».
Jap, das ist «Splatoon».
Quelle: Nintendo

Weil «Raiders» kein kompetitives Multiplayer-Spiel ist, muss sich Nintendo im Vergleich zu den Hauptspielen nicht um das Balancing der Waffen kümmern. Im Gegenteil: Das Game lädt mich ein, mir meinen overpowered Build zusammenzubasteln, um die hässlichen Salmoniden möglichst effizient zu vernichten.

Mein Build besteht aus fünf Elementen. Die Primärwaffe bestimmt meine grundsätzliche Strategie. Greife ich mit Scharfschützenknarren aus der Ferne an oder gehe ich mit einem überdimensionierten Pinsel in den Nahkampf? Auf den Missionen finde ich immer wieder neue Knarren, Pinsel oder andere verrückte Waffen und sammle Ressourcen, mit denen ich sie hochlevle.

Bei den Waffen mag ich’s klassisch.
Bei den Waffen mag ich’s klassisch.
Quelle: Nintendo

Um zu ballern, brauche ich Munition. Die lagere ich in verschiedenen Farbtanks, die ich wie Rucksäcke am Rücken mittrage.

Je nachdem, für welchen Tank ich mich entscheide, kann ich verschiedene Gadgets ausrüsten, die für noch mehr Chaos sorgen. Drohnen, Bomben, Bumerangs und weitere verrückte Konstruktionen unterstützen mich auf dem Schlachtfeld mit zusätzlichen Farbangriffen. Die Gadgets passe ich mit zahlreichen Abzeichen meinen Vorlieben an. So erweitere ich den Angriffsradius oder verlängere die Angriffskraft meiner Teufelsmaschinen.

Die Anpassungsmöglichkeiten sind umfangreich.
Die Anpassungsmöglichkeiten sind umfangreich.
Quelle: Nintendo

Noch mehr Raum für Experimente bieten die sogenannten «Relic Powers». Diese Abzeichen geben mir passive oder aktive Boni im Kampf.

So kann ich etwa einen Doppelsprung aktivieren – ein echter Gamechanger! – oder dafür sorgen, dass ich weniger Farbe beim Ballern verbrauche.

Die Farbtanks geben auch vor, welche Relic Powers ich wählen kann. Hier teste ich meine Auswahl im Stützpunkt des Quartetts.
Die Farbtanks geben auch vor, welche Relic Powers ich wählen kann. Hier teste ich meine Auswahl im Stützpunkt des Quartetts.
Quelle: Nintendo

Abgerundet wird meine Ausrüstung mit einem Roboter, der autonom am Kampf teilnimmt. Per Knopfdruck lässt sich die Blechbüchse strategisch auf dem Schlachtfeld positionieren. So missbrauche ich sie als temporären Schild oder als Absprungrampe, um fliegende Gegner abzuknallen.

Vor einer Mission entscheide ich, ob Big Man, Frye oder Shiver den Roboter steuern – je nach Pilot schalte ich verschiedene verheerende Spezialattacken frei.

Meine Lieblingsspezialattacke: Shiver steigt aus dem Roboter und reitet einen riesigen Hai mit Sonnenbrille.
Meine Lieblingsspezialattacke: Shiver steigt aus dem Roboter und reitet einen riesigen Hai mit Sonnenbrille.
Quelle: Nintendo

Das Ausmass des anpassbaren Build-Systems wirkt tiefgründig. Ich hätte gerne noch mehr Zeit mit «Splatoon Raiders» verbracht, um vollends in die vielen Upgrade-Möglichkeiten einzutauchen. Es macht Spass, Synergien zu entdecken – etwa zwischen Gadgets und Relic Powers – und zu erleben, wie sie sich auf dem Schlachtfeld auszahlen.

Im fertigen Spiel freue ich mich auf die «Sampler Levels» – spezielle Spielabschnitte, in denen das Game mir vorgibt, welche Ausrüstung ich benutzen muss. So werde ich gezwungen, neue Herangehensweisen auszuprobieren. Das ist super, denn ich bin der Typ Gamer, der sich an einen funktionierenden Build klammert und ungern etwas daran ändert.

Einige Levels warten mit Belohnungen auf, wenn ich sie mit unterschiedlichen Tanks spiele.
Einige Levels warten mit Belohnungen auf, wenn ich sie mit unterschiedlichen Tanks spiele.
Quelle: Nintendo

Brutal

Das Build-System ist kein optionales Extra, sondern ein zentraler Bestandteil des Spielerlebnisses. «Splatoon Raiders» ist ein knallhartes Spiel – die späteren Gegner der Preview-Session versohlen mir den Arsch. Frustriert bin ich nie, denn auch nach einem virtuellen Tod behalte ich gesammelte Ressourcen. So werde ich mit jedem Ausflug etwas stärker und räche mich an den Salmoniden.

Optional kann «Splatoon Raiders» auch mit bis zu drei Freunden im Online-Koop gespielt werden. Einfacher wird das Game dadurch nicht. Im Gegenteil. Die Schwierigkeit skaliert mit jedem Mitspieler stark.

In der Preview-Session scheitern wir an einem Level, in dem wir drei aufeinanderfolgende Arenen unter Zeitdruck meistern müssen. Mal läuft uns die Zeit davon und mal zerquetscht uns der Bossgegner in der letzten Arena.

Ich freue mich schon auf hitzige Diskussionen und Schuldzuweisungen, wenn ich das Game mit meinen Freunden zocke.

Das virtuelle Ableben gehört zum Gameplay-Loop.
Das virtuelle Ableben gehört zum Gameplay-Loop.
Quelle: Nintendo

Schöne Inseln, solide Performance, maue Grafik?

Mir gefällt das tropische Inselsetting in «Splatoon Raiders». Es passt perfekt in die Sommerzeit und macht so richtig Bock auf Strandferien. Umso bedauerlicher ist die schwache Grafik, die verhindert, dass die idyllische Spielwelt ihre volle Wirkung entfaltet.

«Splatoon Raiders» sieht im Preview aus wie ein hochskaliertes Switch-1-Spiel. Kantige Charaktermodelle, detailarme Umgebungen, matschige Texturen. Im Vergleich zum gerade erschienenen, unglaublich schönen «Star Fox»-Remake wirkt «Splatoon Raiders» wie ein Relikt aus der letzten oder vorletzten Konsolengeneration.

Das ist kein Switch-2-Gesicht.
Das ist kein Switch-2-Gesicht.
Quelle: Nintendo

Schade, aber immerhin stimmt die Performance. Während meiner Preview-Session läuft das Game ohne Ausnahme mit butterweichen 60 FPS. Auch die Koop-Runde mit vier Spielern, Dutzenden von Salmoniden und hunderten von Schüssen und Partikeleffekten zwingt «Splatoon Raiders» nicht in die Knie.

Trotz mauer Grafik freue ich mich auf den bevorstehenden Release. Ich bin zuversichtlich, dass mich der Gameplay-Loop lange an den Controller fesseln wird.

«Splatoon Raiders» erscheint am 23. Juli für die Switch 2. Nintendo hat mich für die Vorschau an ein Preview-Event eingeladen.

2 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.


Hintergrund

Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

2 Kommentare

Avatar
later