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Anika Schulz
Produkttest

Was taugt der Regenschirm T.200 duomatic von Knirps?

Anika Schulz
16.2.2026

Das süddeutsche Unternehmen Knirps erfand vor rund 60 Jahren den faltbaren Regenschirm. Heute teste ich einen Bestseller.

Bei einem Regenschirm bin ich nicht anspruchsvoll. Drei Dinge soll er können. Mich trocken halten, nicht gleich bei jedem Windstoß umklappen. Und ich will ihn leicht aufspannen und zusammenfalten.

Einer der meistverkauften Schirme von Knirps, der T.200 duomatic, kann laut Hersteller all das. Im Windkanal soll er bis zu 150 km/h standhalten und dank einer ausgetüftelten Automatik easy-peasy zu bedienen sein.

Mit dieser stylischen Aufnahme aus dem Windkanal bewirbt der Hersteller seinen Schirm.
Mit dieser stylischen Aufnahme aus dem Windkanal bewirbt der Hersteller seinen Schirm.
Quelle: Knirps

Die Hülle: leider nichts Besonders

Der Schirm kommt in einer leichten Hülle mit Reißverschluss. Anders als der X4U Ultra Light, den ich bereits vor einigen Monaten getestet habe, ist die Hülle nicht wasserdicht. Wie der Schirm besteht sie aus doppellagigem Polyester. Dicht bleibt die Hülle nur bei leichtem Regen. Ein richtig nasser Schirm hingegen weicht sie innerhalb von Minuten durch. Also nichts für die Handtasche oder den Rucksack.

Die Hülle hat eine Lasche zum Aufhängen, immerhin.
Die Hülle hat eine Lasche zum Aufhängen, immerhin.
Quelle: Anika Schulz

Das Schirmdach: wasserdicht und flexibel, sehr flexibel

Kommen wir zur Kernfrage: Was kann der Schirm bei Regen?

An dieser Stelle zunächst eine kleine Anekdote: Ursprünglich wollte ich diesen Text bereits im Herbst 2025 schreiben. Schließlich regnet es in Hamburg zuverlässig IMMER. Tja, denkste. Der vergangene Herbst und Winter waren so trocken wie seit Jahren nicht mehr. Also hing der Schirm an meiner Garderobe und lächelte mich jeden Morgen an. Und ich lächelte zurück.

Bis jetzt.

Der T.200 duomatic hat einen Durchmesser von 98 Zentimetern, was reicht, um meinen Rucksack und mich größtenteils zu bedecken. Alles unter dem Schirmdach aus Polyester bleibt trocken. Selbst dann, wenn mein Kollege eine Karaffe Wasser direkt über dem Schirm (und mir) auskippt.

Beim Spazierengehen werde ich trotzdem ein bisschen von hinten nass, aber das ist nicht der Rede wert und liegt daran, dass ich den Schirm beim Laufen ja nie komplett stillhalte. Würde ich mehr «Schirm» wollen, bräuchte ich eher einen Stockschirm wie den U.900 Golf XXL von Knirps. Er hat eine Spannweite von 130 Zentimetern und soll auch zwei Personen trocken halten.

Allerdings finde ich Stockschirme unpraktisch. Sie passen in keine Tasche und sind dauernd im Weg. Der T.200 wiegt hingegen leichte 300 Gramm und ist zusammengeklappt 28 Zentimeter lang. Stockschirme sind nur dann toll, falls du nervige Mitmenschen damit pieksen willst. Natürlich tut das niemand. Oder?

Zurück zum Test.

Und wie sieht es mit der Windtauglichkeit aus? Schließlich kommt Regen selten allein. Nun ja, der Hersteller verspricht, dass der T.200 im Windkanal mit bis zu 150 km/h getestet wurde. Und dass er bis zu 300-mal umklappen kann, ohne zu zerbrechen. Fiberglasstäbe sei Dank. Das ist gut für den Schirm – und schlecht für mich. Denn der Knirps macht schon bei einem lauen Lüftchen die Biege und überschlägt sich. Doch ich muss fairerweise sagen: Ich habe bestimmt schon drölfzig Regenschirme in meinem Leben besessen, und keiner von ihnen hielt der «steifen Brise» hier in Hamburg stand.

Bei einem leichten Windstoß klappt der Schirm um. Schön für ihn.
Bei einem leichten Windstoß klappt der Schirm um. Schön für ihn.
Quelle: Stephan Lamprecht

Die Schließautomatik: klappt gut

Im Gegensatz zu manuellen Schirmen öffnet sich der T.200 duomatic selbst. Ein Druck aufs rote Knirps-Knöpfchen und das Ding öffnet sich mit einem satten «Wuuups». Andersrum funktioniert das genauso gut: Der Schirm klappt per Knopfdruck automatisch zusammen, sodass ich ihn nur noch händisch zusammenschieben muss.

Und falls du dich nun fragst: Lässt der Schirm sich denn geschmeidig zusammenschieben oder bekomme ich ihn nur mit Mühe klein? Keine Sorge: Die Feder am Schaft sitzt genauso stramm, wie sie muss. Stramm genug, um den Schirm aufgespannt zu halten. Und locker genug, um ihn ohne viel Kraft wieder zusammenzuschreiben.

Einfach den roten Knopf drücken und der Schirm springt auf beziehungsweise zu.
Einfach den roten Knopf drücken und der Schirm springt auf beziehungsweise zu.
Quelle: Anika Schulz

Das Design: viel Auswahl, viel Branding

Das Schöne an so Bestseller-Produkten wie der T.200 ist ja, dass Hersteller sie in vielen Farben produzieren. Dieses Modell hier bekommst du in fröhlichem Schwarz, in sonnigem Gelb, mit Punkten, mit Karomuster, mit Streifen, Blätter-Dekor und, und, und. Da sollte für jedes Outfit und Gemüt etwas Passendes dabei sein.

Was mir jedoch negativ aufgefallen ist: Mit Branding hat der Hersteller nicht gespart. Auf der Hülle leuchten mich zwei rote Knirps-Punkte an, auf dem Schirm ebenso. Außerdem prangt der Markenname einmal auf dem Zipper vom Reißverschluss, einmal am Griff vom Schirm, einmal auf dem Baldachin und auf jeder der acht Aufspann-Streben sogar gleich zweimal.

Falls du mal vergessen solltest, von welcher Marke dein Schirm ist… Here you go. Ich finde es übertrieben, ist aber sicherlich Geschmacksache.

Fazit

Ein Regenschirm, ist ein Regenschirm, ist ein …

Der T.200 duomatic von Knirps tut, was er soll. Er hält trocken, ist einfach in der Bedienung und geht nicht so schnell kaputt. Wenn du allerdings einen wirklich sturmfesten Schirm suchst, such weiter.

Pro

  • automatisches Öffnen und Schließen
  • viele verschiedene Designs
  • groß genug für eine Person (98 Zentimeter Durchmesser)
  • leicht (ca. 300 Gramm Gewicht)

Contra

  • klappt überraschend schnell um
  • bisschen viel Branding
Titelbild: Anika Schulz

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Als Kind wurde ich mit Mario Kart auf dem SNES sozialisiert, bevor es mich nach dem Abitur in den Journalismus verschlug. Als Teamleiterin bei Galaxus bin ich für News verantwortlich. Trekkie und Ingenieurin.


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