

Autobatterie bei Frost: So geht sie dir nicht in die Knie
Kälte ist der Feind jeder Batterie. Das gilt auch fürs Auto. Mit ein paar einfachen Tipps springt dein Fahrzeug auch bei Minusgraden zuverlässig an.
Die Autobatterie ist im Winter ein Schwachpunkt im Fahrzeug. Bei tiefen Temperaturen verliert sie Kraft, weil elektrochemische Prozesse langsamer ablaufen.
Ein Verbrenner verlangt im Winter beim Start nach mehr Strom, zum Beispiel weil das Motoröl zähflüssiger als im Sommer ist. Wenn dann noch Sitz-, Lenkrad-, Scheibenheizung und Klimaanlage laufen, hat die Lichtmaschine oft nicht genug Zeit, den Stromspeicher ausreichend zu laden. Ein Ausfall ist fast vorprogrammiert.
Ich schreibe aus Erfahrung. Ich hatte mal einen mehr als 20 Jahre alten Volvo. Und der Grund für dessen Startschwierigkeiten im Winter saß hinter dem Lenkrad, nicht unter der Motorhaube. Wie oft sprang das Ding einfach nicht an.
Gut ist: Du musst kein Kfz-Mechaniker sein, um deiner Autobatterie bei Kälte etwas Gutes zu tun.
Meine Tipps für alle Autofahrerinnen und -fahrer
Verzichte auf Kurzstrecken: Den Weg zum Bäcker am anderen Ende der Straße schaffst du auch mit Mütze, Mantel und Stiefeln. Gesünder ist es sowieso.
Nutze das Auto lieber für längere Strecken: Wenn du mehr als 30 Minuten fährst, lädt die Lichtmaschine die Batterie ordentlich auf.

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Schalte unnötige Verbraucher aus: Überleg dir, ob du wirklich die Lenkrad- und Popoheizung brauchst, wenn die Klimaanlage ohnehin schon läuft und du in deinen Wintermantel eingemummelt bist.
Keine zusätzlichen Gadgets nutzen, wenn nur die Zündung aktiviert ist: Wenn der Wagen nicht fährt, verzichtest du am besten auf das Laden von Smartphone und Co. am USB-Anschluss.
Es hilft alles nichts und du brauchst eine neue Autobatterie? Die Galaxus-Kundschaft bewertet diese am besten:

Du kennst dich mit Fahrzeugtechnik gut aus? Dann kommen hier kleine Profi-Tipps. Wenn du unsicher bist, lass dir bitte von einer Person helfen, die sich auskennt.
Mit einem Multimeter kannst du die Ruhespannung der Batterie prüfen. Nach mindestens zwei Stunden Stillstand des Fahrzeugs sollte der Wert idealerweise zwischen 12,4 und 12,8 Volt liegen. Zeigt das Multimeter weniger als 12,4 Volt an, ist die Batterie geschwächt und sollte geladen werden.
Du suchst nach einem Multimeter? Unsere Kundinnen und Kunden geben diesem die meisten Sterne:
Eine schwächelnde Batterie muss nicht sofort ersetzt werden: Oft reicht es, eine längere Fahrt zu unternehmen und sie von der Lichtmaschine laden zu lassen. Oder du schließt die Batterie an ein dafür geeignetes Ladegerät an.
Außerdem wichtig: Halte deine Batterie sauber, um Kriechströme zu vermeiden. Denn die entladen den Speicher schneller. Feuchter Schmutz fördert das Problem. Sind die Pole der Batterie dreckig, kannst du sie zum Beispiel mit einer Drahtbürste reinigen und danach das Batteriepolfett auftragen.
Wenn du keine Garage hast, kann ein Thermoüberzug für die Batterie das Auskühlen des Akkus verlangsamen.
Tipps für das E-Auto
Wenn du ein E-Auto fährst, musst du im Winter nicht nur die Starterbatterie pflegen, sondern vor allem den Hauptantrieb. Allerdings ist das hochkomplizierte Technik und es gilt: Finger weg! Aber du kannst trotzdem etwas tun.

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Lass das Auto bis kurz vor der Abfahrt an der Wallbox oder an der Ladestation eingestöpselt: Dann zieht das E-Auto die Energie zum Vorwärmen des Akkus und des Innenraums aus dem Stromnetz und nicht aus der Batterie selbst. Dieses Vorheizen kannst du programmieren beziehungsweise aktiv auslösen.
Diese E-Auto-Ladestation schneidet in der Bewertung unserer Käuferschaft am besten ab:
Halte den Ladezustand zwischen 40 und 80 Prozent: Das ist bei Kälte ideal und lässt sich bei den meisten E-Autos und Wallboxen vorher einstellen.
Wenn du kurz vor dem Laden viel Leistung abrufst, wärmt das den Akku ebenfalls vor und unterstützt später den Ladevorgang.
Du siehst, zur Batterie deines Autos während der kalten Tage nett zu sein, ist kein Hexenwerk. Ich gehe davon aus, dass für jeden ein passender Tipp dabei ist.
Welchen hast Du noch auf Lager? Schreib’ es mir in die Kommentare.
Ich wusste schon als Kleinkind, dass der Nachbar einen VW Golf GTD fuhr. Seitdem begleitet mich meine Leidenschaft für Auto, Motorrad und Van. Ich habe 15 Jahre lang als Automobiljournalist gearbeitet. Camping, Werkstatt, Garten und DIY interessieren mich außerdem.
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