Bell Annex Shield MIPS: Einen Helm ins Visier genommen
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Bell Annex Shield MIPS: Einen Helm ins Visier genommen

Michael Restin
Michael Restin
Zürich, am 14.08.2020
Den Kopf schützen und kühl halten, flexibel sein und für Sichtbarkeit sorgen – ein Velohelm muss einige Anforderungen erfüllen. Am Bell Annex Shield MIPS interessiert mich das kleine Visier und sein spezielles Belüftungssystem.

Spätestens, als ich bei strömendem Regen über die Landstrasse jage, bin ich froh um das Visier. Bei mir als Brillenträger sorgen ins Gesicht peitschende Tropfen regelmässig für Wutanfälle. Es sind die Momente, in denen ich kaum etwas sehe, wenn ich meinen alten City-Helm trage. Auf kurzen Strecken und bei langsamer Geschwindigkeit kann ich das verschmerzen. Doch für den Test des Klever X Speed Pinion S-Pedelec musste vorübergehend ein Modell mit Visier her.

Annex Shield (55 - 59 cm)
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Bell Annex Shield (55 - 59 cm)
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Es wurde der Bell Annex Shield MIPS, mit dem ich eine Woche lang unterwegs war. Sein kurzes Visier passt gerade so über meine Korrekturbrille und sorgt nicht nur für mehr Durchblick, sondern schützt auch vor Insekten und Wind. Damit dir der Schweiss nicht über die Stirn rinnt, wird der Luftstrom durch das «Overbrow Ventilation System» geleitet. Es sind also oben ein paar Löcher in der Scheibe. Und ganz viele an der Oberseite des Helms, die gemeinsam mit den Luftkanälen im Inneren «Active Aero Technologie» heissen. Über einen Schieber lassen sie sich stufenlos öffnen und schliessen.

Interessante Optik: Der Bell Annex Shield MIPS aus der Vogelperspektive.
Interessante Optik: Der Bell Annex Shield MIPS aus der Vogelperspektive.

Sicherheit

Ein luftiger Helm ist schön und gut, doch natürlich steht die Sicherheit an erster Stelle. Dank MIPS, dem beweglich gelagerten Schutzmechanismus, werden die Rotationskräfte beim Aufprall reduziert. Und das «Float Fit» genannte Anpassungssystem sitzt wirklich fest. Es lässt sich am Hinterkopf dreistufig in der Höhe verstellen. Bei mir hat das den Unterschied zwischen unbequem und bequem ausgemacht. Üppig gepolstert ist es nicht, dafür leicht.

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Der gesamte Helm wiegt in Grösse M laut Label im Inneren 445 Gramm und auf meiner feinen neuen Feinwaage 459.5 Gramm – Visier inklusive. Das lässt sich abnehmen und durch eine Sonnenblende ersetzen, die mitgeliefert wird. Am Hinterkopf kann ein separat erhältliches passendes Rücklicht angebracht werden. Ein weiteres sinnvolles Detail sind die reflektierenden Gurtbänder.

Fazit

Für einen Visier-Helm macht der Bell Annex Shield MIPS eine schlanke Figur. Er sitzt gut, ist nicht zu schwer und lässt sich variabel belüften. Geprüft ist er nach EN 1078 – der Norm, die Velohelme in der Schweiz und der EU erfüllen müssen. Damit darfst du auch ein S-Pedelec bis 45 km/h fahren. Wenn du zusätzliche Sicherheit suchst, solltest du nach einem Modell schauen, das wie zum Beispiel der Giro Bexley MIPS nach der strengeren niederländischen Norm NTA 8776 für S-Pedelecs getestet ist. Sie fallen in der Regel etwas schwerer aus. Mir ging es in diesem Fall um einen leichten City-Helm mit Visier. Meine Korrekturbrillen passen beim Bell Annex Shield MIPS gerade so darunter, manche Gestelle dürften zu breit dafür sein. Mit Sportbrille wäre das kein Problem – aber dann brauche ich kein Visier mehr.

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Michael Restin
Michael Restin

Editor, Zürich

Sportwissenschaftler, Hochleistungspapi und Homeofficer im Dienste Ihrer Majestät der Schildkröte.

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