Du hast es so gewollt, ich habe mir Bienenwachstücher gekauft

Simon Balissat
Simon Balissat
Zürich, am 18.06.2020
Schnitt: Armin Tobler
Bei meinem Review zur Jetcut Küchenfolie habt ihr mich scharf kritisiert. Es sei nicht mehr zeitgemäss, Küchenfolien in den Himmel zu loben. Ich habe mir das vorgeschlagene Wachstuch gekauft und getestet.

Klarsichtfolie im Jahr 2020 ist umwelttechnisch nicht wirklich weitsichtig. Klar. Alternativen zur Folie waren mir schlicht nicht bekannt. Ihr schlagt Bienenwachstücher vor, nachdem ich die Klarsichtfolie Jetcut in den Himmel lobte. Was Bienenwachstücher sind und was sie können, hat Kollege Raphael Knecht für euch zusammengefasst.

Foliensüchtig

Nach gut zwei Wochen Bienenwachstücher bin ich nur teilweise überzeugt. Schüsseln abdecken geht super. Sobald Esswaren damit in Kontakt kommen, bevorzuge ich die Folie. Ich finde die Vorstellung abstossend. Und ja, ich weiss, dass Bienenwachs antibakteriell wirken soll. Trotzdem.

Ich verstehe den Umweltgedanken selbstverständlich. Ich lebe so umweltbewusst wie es für mich bequem ist, fahre kaum Auto, fliege nicht innerhalb von Europa und nur alle paar Jahre einmal eine Langstrecke und bewahre meine Esswaren zumeist in Gläsern auf. Plastik-folie und Alufolie sind da meine Tolggen im Reinheft. Sie sind meine kleine, praktische, umweltschädliche Sünde.

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Simon Balissat
Simon Balissat

Teamleader Editorial, Zürich

Als ich vor über 15 Jahren das Hotel Mama verlassen habe, musste ich plötzlich selber für mich kochen. Aus der Not wurde eine Tugend und seither kann ich nicht mehr leben, ohne den Kochlöffel zu schwingen. Ich bin ein regelrechter Food-Junkie, der von Junk-Food bis Sterneküche alles einsaugt. Wortwörtlich: Ich esse nämlich viel zu schnell.

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