
Neue Strukturen, alte Stärken: Krefeld macht sich fit für den nächsten Peak
Automatisierung, Team-Reorganisation, Lager-Schließung – am Galaxus-Standort Krefeld war in letzter Zeit viel los. Was hinter den Veränderungen steckt und warum das Team schon wieder ans Weihnachtsgeschäft denkt, erzählt Site Lead Steffen Beniers im Interview.
Wie entwickelt sich der Standort Krefeld? Was gibt's Neues?
Steffen: Ab Oktober automatisieren wir die Paketannahme im Wareneingang, was nach Jahren des Improvisierens wirklich notwendig wurde. Außerdem schließen wir derzeit eine Reorganisation ab: Statt zwei großen Bereichen in der Logistik (Inbound/Outbound) werden wir künftig drei Abteilungen haben – mit mehr Fokus auf einzelne Prozesse und überschaubarere Teams. Das neue Team heißt Stow & Pick (Einlagern & Kommissionieren).
Ansonsten sehen wir weiterhin ein kontrolliertes, gesundes Wachstum bei Galaxus Deutschland bzw. am Standort Krefeld. Wir optimieren laufend unsere Prozesse sowie Arbeitssicherheit und Mitarbeiterzufriedenheit.
Automatisierung: Kostet das Jobs?
Nein, das bedeutet im Prinzip nur eine Erleichterung der körperlichen Beanspruchung der Mitarbeitenden. Wo man früher schieben musste, rollen die Pakete nun automatisch weiter. Wir nutzen die Fläche effizienter aus. Das ist auch aus ergonomischen Gründen sinnvoll.

Wie viele Mitarbeitende seid ihr aktuell in Krefeld insgesamt? Braucht ihr noch Personal? Aktuell haben wir 150 Mitarbeitende am Standort und suchen beispielsweise noch eine Teamleitung für die Retourenabteilung sowie einen Security & Loss Prevention Officer.
Wie verlief die Schließung Hans? (Galaxus-Halle in der Hans-Günther-Sohl-Straße)
Es war ja insgesamt ein längerer Prozess. Wir wussten schon seit langem Bescheid, dass wir uns von unserem ersten deutschen Lager verabschieden. Von daher konnten wir uns gut drauf einstellen. Viele der Hans-Mitarbeitenden, also alle, die wollten, haben wir nun in den Teams in Odilia untergebracht (Odilia: Galaxus-Halle an der Odilia-von-Goch-Straße). Und ich glaube alle, die rübergekommen sind, fühlen sich auch wohl.
Der Auszug hat sehr gut funktioniert, ähnlich wie wenn man privat umzieht: Hier und da gibt es noch ein paar Stellen, wo man nachbessern muss. Es fand ein Austausch mit dem Nachmieter statt, alle haben mitangepackt und wir waren rechtzeitig raus. Für mich als Standortleiter ist es angenehm, dass ich mich nun voll auf Odilia konzentrieren kann. Außerdem schön, dass wir den Abschied von Hans alle zusammen feiern konnten.

Jetzt baut Galaxus in Neuenburg am Rhein einen zweiten deutschen Logistikstandort, der sechsmal größer ist als eurer in Krefeld. Wie fühlt sich das an für jemanden, der seit Gründung von Galaxus Deutschland in Krefeld dabei ist?
Ja, das ist total spannend natürlich. Also sowohl ich als auch einige aus meinem Team sind involviert gewesen – oder auch aktuell noch involviert – in Projekten, die mit Neuenburg zu tun haben. Wir versuchen möglichst viel zu unterstützen, weil auch uns vor acht Jahren geholfen wurde, wo es nur ging. Der Support, den wir damals hatten, der ist jetzt noch viel wichtiger als bei uns damals. Denn zur Gründungsphase war noch nicht so viel Druck auf dem Kessel, Kundschaft mussten wir erstmal erarbeiten.
Und ja, es ist einfach schön zu sehen, wie sich Galaxus insgesamt entwickelt in allen Ländern. Dass wir solche Standorte brauchen, ist für uns alle eine Riesenerfahrung und total spannend. Es gibt zum Beispiel auch einen unserer Abteilungsleiter aus Krefeld, den wir nun an Neuenburg verlieren. Schade für uns, aber ich freue mich für den Kollegen, dass das Unternehmen ihm die Möglichkeit des Standortwechsels bietet.

Denkt ihr eigentlich jetzt schon ans Weihnachtsgeschäft?
Also wir denken schon ab dem ersten Januar ans Weihnachtsgeschäft. Wir starten jetzt im Juli mit einer Terminserie, bei der wir Peak-Readiness-Themen regelmäßig vorantreiben. Damit wollen wir sicherstellen, dass wir kritische Punkte vor dem Jahresendgeschäft abgestellt bzw. geklärt haben. Beispielsweise die neue Automatisierungslösung und die Reorganisation der Teams.
Wir blicken regelmäßig intensiv auf die Forecasts und stimmen uns mit Einkauf, Marketing und Co ab, um zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Leute und die richtige Menge an Personal im Lager zu haben. Und wir haben natürlich auch aus dem letzten Weihnachtsgeschäft Learnings mitgenommen, die wir anwenden wollen.
Zum Beispiel?
Ein großer Punkt ist das Thema Onboarding neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir nehmen uns ein Beispiel am Galaxus-Standort Wohlen (CH), die den sogenannten «Dojo»-Prozess fahren (inzwischen: Welcome-Center). Das ist ein Bereich, wo die Arbeitsplätze aus der Halle nachempfunden sind, damit neue Kolleginnen und Kollegen sich schon vor dem ersten Arbeitstag an die Prozesse gewöhnen können. Wir sehen dann vorab, wer für welchen Bereich geeignet ist. Dieses «Dojo» wollen wir bis Q4 errichten, um die Fluktuation in der Einarbeitungsphase zu senken, Überraschungen zu vermeiden und unsere Trainerkapazitäten zu schonen.
Vielen Dank für deine Zeit. Übrigens: Auch in Neuenburg am Rhein suchen wir zusätzliches Personal. Ein Blick auf https://www.galaxus.de/de/joboffer lohnt.
Faible für gute Serien, laute Musik, Science Fiction und (Zweitliga-)Fußball. Als PR Manager stehe ich Journalistinnen und Journalisten für alle Fragen zu Galaxus und ehrlichem E-Commerce zur Verfügung.
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