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Wie Fitnesstracker helfen, kindliche Wutanfälle früher zu erkennen

Eine Studie zeigt, dass sich die Wutausbrüche verhaltensauffälliger Kinder per Fitnesstracker vorhersehen und durch schnell reagierende Eltern deutlich verkürzen lassen.

Neigen Kinder zu starken Tobsuchtsanfällen, wird das für ganze Familien zur Zerreissprobe. Eine aktuelle Studie mit 50 Kindern im Alter von drei bis sieben Jahren liefert nun Hinweise, dass schon ein einfacher Fitnesstracker helfen kann, das Schlimmste zu verhindern.

Wenn die Eltern bei auffälligen Pulswerten der Kinder informiert wurden und innerhalb weniger Sekunden auf den «Alarm» reagierten, konnten sie die Ausbrüche ihrer Kinder im Vergleich zur Kontrollgruppe fast um elf Minuten verkürzen. Sie dauerten dann «nur noch» gut zehn Minuten.

Ergänzung zur Therapie

Die an der Studie teilnehmenden Kinder wurden nicht nach Diagnosen wie ADHS oder oppositionellem Trotzverhalten ausgewählt, sondern anhand eines standardisierten Fragebogens zu Verhaltensauffälligkeiten.

Begleitend zu einer Interaktionstherapie mit ihren Familien bekamen 28 der 50 Kinder an der Mayo Clinic in Minnesota eine Garmin Vivosmart 4 angepasst. Das ist ein relativ einfacher Fitnesstracker, das ähnlich aussehende Vorgängermodell von diesem hier.

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Sechzehn Wochen lang trugen die Kinder das Teil relativ zuverlässig am Arm, im Durchschnitt hatten sie es immerhin drei Viertel der Zeit an. Sobald ihr Puls ohne entsprechende körperliche Aktivität länger im kritischen Bereich zwischen 105 und 129 Schlägen pro Minute blieb, bekamen die Eltern eine Warnung auf ihr Smartphone.

Der mässig erhöhte Puls als erstes messbares Zeichen eines kommenden Wutanfalls wurde aus einer vorangegangenen Machbarkeitsstudie abgeleitet. Mittels der Analyse von Herzfrequenz, Bewegungs‑ und Schlafdaten konnte ein Machine-Learning-Modell dabei gut vorhersagen, wann das Kind ruhig sein, verspielt bleiben oder zum Ausrasten neigen würde.

In der aktuellen Studie haben die Eltern schnell auf entsprechende Warnungen reagiert: Im Schnitt wurde die Nachricht nach nicht einmal vier Sekunden geöffnet, gelesen und entsprechend gehandelt.

Unterstützen, bevor es zu spät ist

«In solchen Momenten haben Eltern die Möglichkeit, unterstützend einzugreifen – indem sie näher herangehen, beruhigende Worte finden, Gefühle benennen und die Aufmerksamkeit umlenken, bevor sich ein Wutanfall verstärkt», erklärt die Co-Autorin und Kinderpsychiaterin Magdalena Romanowicz.

In der Forschung wird der Ansatz, Echtzeitinformationen für solche Zwecke zu nutzen, als Just-In-Time Adaptive Intervention (JITAI) bezeichnet. Die Situation beruhigen, bevor die halbe Wohnung zerlegt wird – unter speziellen Voraussetzungen können Wearables also selbst bei Kleinkindern nützlich sein.

Titelbild: Shutterstock/Bricolage

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Einfacher Schreiber, zweifacher Papi. Ist gerne in Bewegung, hangelt sich durch den Familienalltag, jongliert mit mehreren Bällen und lässt ab und zu etwas fallen. Einen Ball. Oder eine Bemerkung. Oder beides.


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