Honor Magic V6 rötlich-braun
512 GB, Rot, Rötlich-braun, 6.52", Hybrid Dual SIM, 5G

Das Honor Magic V6 ist das bisher dünnste Falt-Smartphone und fühlt sich zusammengeklappt wie ein herkömmliches Modell an. Und trotzdem ist es stabiler geworden und die Akkulaufzeit hat sich verlängert, nur die Ultraweitwinkelkamera verbessert sich nicht.
Um in den Genuss des 7,95 Zoll großen Bildschirms im Inneren zu kommen, musst du kein dickes Smartphone mit dir herumtragen. Honor hat das Magic V6 fast so dünn wie ein herkömmliches Smartphone gemacht. Die Akkukapazität ist zudem gestiegen, das äußere Display größer geworden und es gibt mehr Leistung sowie mehr Staubschutz.
Zusammengeklappt fühlt sich das Honor Magic V6 nicht anders an als die meisten Smartphones in Barrenform. Die sind teilweise noch dünner, aber wir reden hier von einem Unterschied von weniger als einem Millimeter. 8,75 Millimeter gibt der Hersteller für die weiße Variante des V6 an. Mein rotes Testgerät ist mit neun Millimetern nicht ganz so spektakulär, aber ohne feines Messgerät bemerke ich den Unterschied nicht.

Aufgeklappt ist das Magic V6 nur noch 4,1 Millimeter dick. Filigran wirkt es trotzdem nicht. Es ist robust genug, um es bedenkenlos zu benutzen. Auffälliger ist der Kamerabuckel des V6. Mit einem Gewicht von 224 Gramm ist das Honor Magic zwar leichter als das nicht faltbare Pixel 10 Pro XL. Die Kameraerhebung sorgt aber für eine ungleiche Gewichtsverteilung und ich muss stärker gegenhalten. Das kann auf Dauer stören.

Mit einer Dicke von 15,1 Millimetern sorgt der Kamerabuckel dafür, dass das Magic V6 schräg auf demTisch liegt. Zusammengeklappt sorgt die mittige Positionierung immerhin dafür, dass es nicht wackelt. Aufgeklappt ändert sich das. Die Erhebung wandert zur Seite und das Smartphone kommt bei Berührungen in Bewegung.
Das äußere AMOLED-Display des Magic V6 hat Honor um 0,09 Zoll auf 6,52 Zoll vergrößert. Diese minimale Änderung hat keine Auswirkungen auf die Abmessungen des Smartphones. Das Display leuchtet hell, bietet kräftige Farben und eine hohe Auflösung von 2420 × 1080 Pixeln.

Das innere, fast quadratische AMOLED-Display bleibt mit einer Diagonalen von 7,95 Zoll unverändert groß. Bei ihm fällt besonders auf, dass die Falte in der Mitte während der Nutzung kaum noch zu sehen ist. Sie fällt mir nur auf, wenn ich danach suche und das V6 entsprechend halte. Beim Drüberstreichen mit dem Finger spüre ich noch eine leichte Erhebung, aber im Vergleich zu anderen Foldables bleibt sie geringfügig.

Für die kleine Falte ist unter anderem das Scharnier des Falt-Smartphones verantwortlich. Es soll aber nicht nur möglichst flach, sondern auch robust sein. So verspricht Honor, dass es über 500 000 Faltvorgänge übersteht. Bei 100 Vorgängen am Tag wären das über 13 Jahre. Zusätzlich soll der Stahl besonders robust sein und 2800 Megapascal aushalten. Das sind 2800 Newton pro Quadratmillimeter. Für alle, die sich darunter wenig vorstellen können, hat Honor bei der Präsentation des V6 einen 80 Kilogramm schweren Mann an das Scharnier gehängt und es hat ihn getragen.

Das Scharnier und damit das gesamte Smartphone sind jetzt nach IP68 auch staubdicht. Vorher war es nach IP58 nur «geschützt gegen Staub in schädigender Menge». Die Wasserdichtigkeit bleibt bestehen und wurde von Honor bei der Präsentation ausführlich demonstriert. Trotzdem schreibt der Hersteller, dass es nicht für die Nutzung unter Wasser gedacht ist.
Beim Akku legt Honor ebenfalls zu. Durch die Erhöhung des Silizium-Anteils auf 25 Prozent steigt die Akkukapazität auf 6600 mAh bei unverändertem Volumen. Beim Vorgänger waren es noch 5820 mAh. Honor wirbt mit bis zu 24 Stunden Laufzeit für das große Display, nennt dafür aber keine Bedingungen. Beim Akkutest ermittelte ich 10 Stunden und 45 Minuten, bis der Akku bei halber Displayhelligkeit nur noch 20 Prozent Ladestand hatte.

Mit dem Außendisplay erhöht sich die Akkulaufzeit auf 17 Stunden und 42 Minuten. Der Vorgänger kam auf knapp 15 Stunden. Die Verbesserung ist nicht bahnbrechend, aber trotzdem spürbar.
Beim Laden ist das Magic V6 ebenfalls schneller geworden. Mit einem passenden Netzteil nimmt es bis zu 80 Watt entgegen – statt wie vorher nur 66 Watt. Drahtlos sind mit der Schnellladetechnologie von Huawei bis zu 66 statt 50 Watt möglich.
Durch den Snapdragon 8 Elite Gen 5 als Chipsatz reiht sich das Magic V6 bezüglich der Leistung bei den aktuellen Top-Smartphones ein. Mit ihm und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher lassen sich nicht nur alle Arten von Apps mit kurzen Ladezeiten nutzen, sondern auch diverse KI-Tools.

Zur «Honor AI» gehören Übersetzungsfunktionen, eine Schreibhilfe, eine Bildbearbeitung und der Versuch, je nach Kontext passende Apps anzuzeigen. Die Erkennung von KI-Deepfakes und -Stimmenklonen steht nur in ausgewählten Apps zur Verfügung. Der Fokus liegt dabei auf Messengern wie WhatsApp oder Google Meet sowie der Telefon-App. Video- oder Social-Media-Dienste gehören nicht dazu.
Mit MagicOS 10 nutzt Honor seine eigene Version von Android 16 auf dem Magic V6. Diese bietet auch einige Anpassungen für den großen Bildschirm. So lassen sich zum Beispiel zwei oder drei Apps nebeneinander anzeigen. Allerdings unterstützt längst nicht jede App die geteilte Bildschirmanzeige. Besonders beim Chrome-Browser fällt mir das negativ auf. Er wäre prädestiniert, um zusammen mit anderen Apps genutzt zu werden.

Bei den Kameras des Magic V6 vertraut Honor auf dieselben wie beim V5. Auf dem Datenblatt gibt es keine Änderungen und es wurden auch keine neuen Sensoren kommuniziert. Was keine gute Entscheidung ist, den alte Schwächen bestehen weiterhin. Dir stehen also folgende drei Kameras auf der Rückseite zur Verfügung:

Die Hauptkamera überzeugt mich auf ganzer Linie. Bei ihr stimmen Detailgenauigkeit und Farbwiedergabe.

Der Nachtmodus liefert bei Dunkelheit ordentliche, aber nicht ganz perfekte Bilder.

Mit der Telekamera bin ich tagsüber auch sehr zufrieden.

Wird es dunkel, bekommt die Telekamera Probleme. Ihre Aufnahmen sind dann viel pixeliger als bei Tageslicht.

Die Ultraweitwinkelkamera sorgt bei mir für komplette Verwunderung. Trotz gleicher Auflösung wie die Hauptkamera mangelt es an Details und die Aufnahmen wirken unscharf, sobald ich sie auf einem größeren Bildschirm betrachte.


Wahrscheinlich ist ihr Bildsensor kleiner als bei der Hauptkamera – anders als bei den anderen beiden Kameras macht Honor dazu keine Angaben. Zumindest wird die Bildqualität auch bei Dunkelheit nicht besser. Da scheint keine KI helfen zu können.

Mit Magic V6 bietet Honor ein Foldable an, dessen Abmessungen kein Nachteil gegenüber herkömmlichen Smartphones sind. Es ist weder dicker noch musst du auf Leistung oder Akkulaufzeit verzichten. Einzig der hohe Preis würde mich daran hindern, mir so ein Falt-Smartphone zuzulegen, wenn ich den größeren Bildschirm im Inneren haben will.
Bei den Displays, der Leistung und der Akkulaufzeit lässt das Magic V6 keine Wünsche offen und liefert mit seinen Kameras bei Tageslicht gute Bilder. Allerdings lässt die Ultraweitwinkelkamera bereits hier qualitativ zu wünschen übrig. Und das ist in dieser Preisklasse viel zu wenig.
Auf den ersten Blick gibt es kaum Veränderungen zum Magic V5. Am Ende summieren sich die längere Akkulaufzeit, das stabilere Scharnier, die Staubdichtigkeit und das Mehr an Leistung zwar, aber der nur etwa halb so teure Vorgänger erscheint dann doch sehr attraktiv.
Pro
Contra
Honor Magic V6 rötlich-braun
512 GB, Rot, Rötlich-braun, 6.52", Hybrid Dual SIM, 5G
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
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