
Produkttest
Warum der Mova Z60 Ultra Roller Complete ein Preistipp sein könnte
von Lorenz Keller

Die neuen Saugroboter von Mova bieten Technik aus den Topmodellen zum Spottpreis. Doch wo musst du bei der S-Serie Abstriche machen?
Zuerst das Flaggschiff, jetzt die günstige Alternative: Im Herbst hat Mova den Z60 Ultra Roller Complete lanciert, der auch im Test sehr gut abgeschnitten hat. Nun folgen mit S70 Roller und S70 Ultra Roller günstige Alternativen.
Anfang Mai kommt mit dem S70 Roller die erste von zwei Neuheiten auf den Markt. Der offizielle Verkaufspreis beträgt 599 Franken oder 699 Euro, zum Start soll der Roboter bereits für knapp 500 Franken oder 600 Euro erhältlich sein. So preiswert gab es wohl noch nie einen Saugroboter mit selbstreinigender Rolle. Die Alternative zu den rotierenden Mopps hat damit den Sprung von der teuren Ober- in die massentaugliche Mittelklasse geschafft.
Auf den ersten Blick bietet der S70 Roller alles, was die teureren Modelle auch bieten. Die Wischrolle wird laufend im Roboter gereinigt und fährt bei Ecken und Kanten zur Seite aus. Die Basisstation wäscht den Mopp mit heissem Wasser und trocknet ihn mit warmer Luft. Der S70 saugt mit 28 000 Pascal – gleich viel wie beim Topmodell.
Beim Blick aufs Datenblatt zeigen sich die Abstriche: Der Roboter hat kein LED-Licht und braucht daher immer genug Raumlicht für die Navigation. Der Mopp dreht etwas langsamer und kann weniger stark angehoben werden, etwa um über Hindernisse oder Teppiche zu fahren. Zudem reichert die Basisstation das Wasser nicht automatisch mit Reinigungsmitteln an.

Die grössten Schwächen des günstigen Modells: Er klettert statt über vier Zentimeter nur über zwei Zentimeter hohe Schwellen. Der Akku ist kleiner. Die Rolle hat keine Abdeckung, um etwa Teppiche vor Feuchtigkeit zu schützen. Und Mova hat nur eine einfache Gummibürste eingebaut, in der sich lange Haare verfangen dürften. Die Anti-Tangle-Version musst du extra kaufen.
Der S70 hat aber auch zwei Vorteile gegenüber dem Topmodell Z60. Er ist statt 96 nur 90 Millimeter hoch und passt damit besser unter Möbel. Zudem fassen der Staubbehälter wie auch der Wassertank im Roboter mehr Inhalt.
Bei der Ultra-Version des S70 sind alle Nachteile des normalen S70 ausgebügelt. Der Unterschied zum Z60 ist nur noch minimal. Das Topmodell klettert etwas höher und die Doppel-Bürste dürfte effizienter sein. Zudem hat es eine UV-Sterilisation der Basisstation.
Diese wenigen Nachteile werden durch mehrere Vorteile zumindest kompensiert: der S70 Ultra hat mehr Saugkraft als die seit Herbst erhältliche Topversion, ist weniger hoch, wäscht die Rolle mit heisserem Wasser und erkennt mehr Hindernisse.
Sprich: Der S70 Ultra ist mindestens gleich gut wie der Z60 Ultra Roller Complete – wenn nicht besser. Wie das im Preisvergleich aussieht, ist noch unklar. Mova lanciert den S70 Ultra ebenfalls Anfang Mai, die Preise sind aber noch nicht bekannt. Der seit Herbst erhältliche Z60 Ultra Roller Complete dagegen ist preislich inzwischen unter 800 Franken gesunken. Leider nicht in Deutschland, dort kostet der Roboter weiter deutlich über 1000 Euro.
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