

Saugroboter versprühen Duft und weichen Flecken ein
Ein Roboter tauscht die Wischpads je nach Bodenart aus, einer klettert selbstständig über 8,8 Zentimeter hohe Doppelschwellen – und einer weicht gar kleinsten Gegenständen wie Schmuck aus. Das können die neuesten Saugroboter von der Techmesse CES.
Grosse Saugroboter-Parade auf der Techmesse CES in Las Vegas. Alle wichtigen Hersteller sind präsent und zeigen die neuesten Modelle. Hier eine Übersicht über einige der Haushaltshilfen, die in den ersten Tagen der Consumer Electronics Show vorgestellt wurden.
Dreame X60 Max Ultra Complete: erstaunliches Topmodell
Dreame spendiert seinem neuen Topmodell viele Upgrades, aber ein Bereich bleibt gleich. Der Roboter klettert nun 4,5 Zentimeter hohe Einzelstufen und 8,8 Zentimeter hohe Doppelstufen hoch. Der Roboter selbst ist nur 7,95 Zentimeter hoch, wenn der Lidar-Turm eingefahren wird. Das ist fast ein Zentimeter weniger als beim Vorgänger X50.
Hartnäckige Flecken und Fett kann er mit 40 Grad warmem Wasser wegwaschen. Solche Verschmutzung erkenne der Roboter mit einem neuen Scan-System besser als zuvor – sogar bei Dunkelheit. Der X60 hat dafür ein Lichtsystem, das sich automatisch den Gegebenheiten anpasst. Die 35 000 Pascal sind ebenfalls deutlich mehr als die vorgängigen 20 000 Pascal.

Quelle: Dreame
In der Praxis dürfte es spannend sein, wie gut der X60 unterschiedliche Verschmutzungen erkennt und die Putzroutine daran anpasst. Bei Krümeln etwa soll der Roboter die Wischmopps anheben und die Saugkraft verstärken, bei Flüssigkeit kommen nur die Mopps zum Einsatz, die Bürsten werden ausser Reichweite gebracht.
Beim X60 verzichtet Dreame auf den Einbau einer Walze oder Rolle zum Wischen, es kommen wie beim Vorgänger zwei sich drehende Mopps zum Einsatz. Dies wohl, um die kompakte Bauweise zu ermöglichen.
In den USA ist der Dreame X60 Max Ultra Complete ab dem 10. Februar erhältlich, zu einem Preis von regulär 1700 Dollar (bei Pre-Order sind es 1360 Dollar). Wie viel er bei uns kostet und wann er auf den Markt kommt, ist noch unklar.
Mova Mobius 60 Robot Vacuum: drei verschiedene Pads
Die Dreame-Tochterfirma nutzt die Technik aus dem Matrix10 Ultra. Sprich: Der Saugroboter hat drei unterschiedliche Wischpads, die in der Basisstation gewechselt werden können. Je nach Boden wird ein anderer Aufsatz genutzt: ThermoHold für verschmutzte Bereiche wie die Küche oder den Eingangsbereich, Plush für Holzböden und HyperClean für alle anderen Hartböden.

Quelle: Mova
Auf Teppichen fährt der Roboter eine spezielle Kunststofflippe herunter, die den Unterdruck verstärkt. Damit kann er Teppiche besser saugen und die 30 000 Pascal Saugkraft sinnvoll einsetzen. Sonst bietet der Mobius alles, was von einem Topgerät zu erwarten ist: Waschen der Mopps mit 100 Grad warmem Wasser, bis acht Zentimeter hohe Hürden überwinden, einfahrbarer Lidar-Turm und Bürsten, in denen sich keine Haare verfangen. Das Modell ist bereits bei uns im Shop erhältlich.

Narwal Flow 2: So genau «sieht» kein anderer
Erstmals möglich beim Topmodell von Narwal: Er soll kleine Gegenstände gut erkennen können, beispielsweise Schmuck, Schlüssel, Smartphones oder Portemonnaies. Im Fall der Fälle hält der Roboter mindestens fünf Zentimeter Abstand, damit nichts eingesaugt wird.

Quelle: Narwal
Dazu schickt der Narwal Flow 2 ein Foto des Gegenstandes auf die App – mit einer Markierung auf dem Plan der Wohnung. Dank zwei RGB-Kameras mit einem 135-Grad-Sichtfeld soll das Gerät ziemlich gut in alle Richtungen sehen. Allerdings kannst du den Roboter nicht auf die Suche schicken, wenn du deinen Schlüssel verloren hast. Einen spezifischen Gegenstand findet er nicht.
Zwei spezielle Modi sind dazu gedacht, wenn Haustiere oder Babys und kleine Kinder in der Nähe sind. Dann ist der Roboter speziell aufmerksam, markiert Spielzeug auf dem Boden, weicht Krabbeldecken aus und kann in der Nähe der Kinderbetten die Lautstärke reduzieren.
Der Narwal Flow 2 soll im April auf den Markt kommen. Wann in Europa und zu welchen Preisen, ist noch offen.
Eufy S2: Roboter versprüht Duft
Die Anker-Tochtermarke hat den Eufy S2 bereits an der IFA in Berlin kurz vorgestellt, der Marktstart wurde jedoch auf Januar verschoben. Der Roboter kommt nun zu einem Preis von rund 1500 Euro oder Franken in den Handel und feiert auf der CES in Las Vegas offiziell seine Premiere als Serienmodell.

Quelle: Eufy
Die Besonderheit des Saugroboters: Er kann mit Duftkapseln ausgerüstet werden und versprüht auf Wunsch Duft in der Wohnung. Zum Start sind drei Duftnoten erhältlich: Zitrus-Basilikum, Bambus-Salbei oder Bergamott-Litschi.
Der Eufy S2 hat eine selbstreinigende Wischrolle. Die Basisstation erzeugt elektrolysiertes Wasser, das Bakterien und Allergene reduzieren soll. Zudem wirbt der Hersteller mit wartungsfreien Filtern und einer speziellen Eignung für Teppiche, da sowohl die Wischrolle als auch das Chassis bis zu fünf Zentimeter für hohe Textilien angehoben werden kann.
Eureka Z50: viel Technik für weniger Geld
Das Modell startet für 800 Dollar in den USA – liefert aber viel Technik aus der Oberklasse. Der Eureka Z50 hat eine selbstreinigende Rolle eingebaut. Fährt der Saugroboter über einen Teppich, wird die Rolle von einem Cover abgedeckt. Die nasse Rolle wird somit nicht einfach auf dem Teppich abgestreift.

Quelle: Eureka
Dazu kommt eine vollautomatische Basistation, eine Navigation mit Laser, Radar und Sensoren, 20 000 Pascal Saugleistung sowie eine Bürste, in der sich keine Haare verheddern sollen.
Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone: längere Rolle mit Abdeckung
Ecovacs kündigt mit dem Deebot X12 OmniCyclone bereits einen Nachfolger für den X11 an, der erst vor drei Monaten Premiere feierte – und den ich gerade teste.
Streng genommen ist der X12 primär ein Upgrade. Zentrale Funktionen wie das beutellose Entleerungssystem oder die schnelle Zwischenlandung des Akkus bleiben gleich wie beim Vorgänger X11. Der X12 bekommt allerdings eine längere Wischrolle, die von einem Cover abgedeckt werden kann, wenn der Roboter beispielsweise über Teppiche fährt. Die Rolle misst nun 26 Zentimeter – das sind 50 Prozent mehr als bisher.
Ecovacs setzt zudem erstmals auf eine Vorbehandlung von Flecken. Infrarotsensoren sollen starke Verschmutzungen erkennen, die dann mit Hochdruckwasser besprüht und eingeweicht werden, bevor der Roboter alles wegputzt.
Die hier beschriebenen Modelle kannst du bald kaufen. Auf der Messe haben die Hersteller aber auch Saugroboter gezeigt, die einen Blick in die Zukunft erlauben.
Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.
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