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Pia Seidel
News & Trends

V-Zug macht den Herd (fast) unsichtbar

Pia Seidel
5.5.2026
Bilder: Pia Seidel

Die Küche ist wohl der schwierigste Raum zum Wohnen. Zu viele Geräte, zu wenig Platz – und mittendrin ein oft unschöner Herd. V-Zug hat an der Mailänder Designwoche 2026 eine Lösung gezeigt: ein Induktionskochfeld, das optisch fast verschwindet.

Ein langer Tisch aus einer einzigen, durchgehenden Steinfläche. Gedeckt, still. Nichts deutet darauf hin, dass er auch ein Kochfeld ist – ausser einem hauchdünnen, leuchtenden Rechteck auf der Oberfläche und einem einzelnen Lichtpunkt daneben. Mehr braucht's nicht. Das ist das neue «CookTop V6000 Integra» von V-Zug. Bei der Mailänder Designwoche 2026 hat das Schweizer Unternehmen im eigenen Showroom gezeigt, wie ein Kochfeld wirken kann, das aufhört, im Weg zu sein.

Das fast unsichtbare Induktionskochfeld feierte seine Premiere in Mailand.
Das fast unsichtbare Induktionskochfeld feierte seine Premiere in Mailand.
Es versteckt sich in einem langen Tisch aus Naturmineralien.
Es versteckt sich in einem langen Tisch aus Naturmineralien.
Ein einziger Lichtpunkt deutet darauf hin, wo du den Herd bedienst.
Ein einziger Lichtpunkt deutet darauf hin, wo du den Herd bedienst.

Im Zentrum stand die Installation «Table Rituals», konzipiert von der Architektin und Designerin Elisa Ossino. Eine lange Tafel diente als räumliche Achse – Oberfläche, Treffpunkt und Bühne zugleich. Und irgendwo darin integriert: das neue Induktionsfeld.

Ein Kochfeld, das sich wegdenkt

Das «CookTop V6000 Integra» besteht aus MDi – Minerals Design Innovations, einem Material aus reinsten Naturmineralien, das V-Zug gemeinsam mit dem spanischen Mineralplatten-Hersteller Inalco entwickelt hat. Es soll Hitze, Kälte, Schnitte und Beanspruchung standhalten. Dabei wirkt es wie ein architektonisches Statement.

Die Fläche sowie der Regler sind jeweils in drei Farbvarianten erhältlich.
Die Fläche sowie der Regler sind jeweils in drei Farbvarianten erhältlich.

Eine einzige durchgehende Fläche verbindet Kochfeld, Arbeitsplatte und, wenn du willst, sogar den Esstisch. Die Induktion darunter soll leistungsstark sein, trotz Tarnung.

Durch Drehen des Reglers und Wischen wählst du die Modi aus.
Durch Drehen des Reglers und Wischen wählst du die Modi aus.

Gesteuert wird über ein taktiles Bedienelement und einen dezenten LED-Rahmen, der das Auge führt und anzeigt, wo der Topf hinkommt, ohne die Fläche zu unterbrechen. Wo der LED-Rahmen aufleuchtet, ist die Herdplatte an.

Die Küche als Bühne, aber die ruhige Art

Passend zur Philosophie des Kochfelds inszenierte Ossino die Küche nicht als Hightech-Showroom, sondern als Ort der Alltagsrituale. Wer hier kocht, ist im Mittelpunkt – nicht die Technik. Abends wurde das im Showroom buchstäblich aufgeführt: «Mise en Geste», eine choreografierte Performance, die alltägliche Küchengesten – Schneiden, Mischen, Arrangieren – in Zeitlupe zelebrierte.

Was klingt wie ein Kunstprojekt, trifft einen echten Punkt. Das «V6000 Integra» löst das nicht allein, aber es fängt damit an, indem es sich einfach zurückzieht.

Die dünnen Rechtecke markieren die Stellen, wo sich die Induktionsfelder befinden.
Die dünnen Rechtecke markieren die Stellen, wo sich die Induktionsfelder befinden.

Schweizer Präzision, leise präsentiert

V-Zug hat sich in den letzten Jahren konsequent Richtung Design entwickelt – vom «Adora»-Hocker aus recycelten Waschmaschinen-Trommeln bis hin zu dieser Milan-Installation. Das «CookTop V6000 Integra» geht dabei am weitesten: ein Gerät, das sich in seiner Umgebung auflöst, anstatt sie zu dominieren.

Titelbild: Pia Seidel

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Wie ein Cheerleader befeuere ich gutes Design und bringe dir alles näher, was mit Möbeln und Inneneinrichtung zu tun hat. Regelmässig kuratierte ich einfache und doch raffinierte Interior-Entdeckungen, berichte über Trends und interviewe kreative Köpfe zu ihrer Arbeit. 


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